Strasshof an der Nordbahn

Fall immer irrer – Waffennarr (81) war Minister-Intimus

Der Fall um das gefundene Waffenarsenal im Bezirk Gänserndorf wird immer bizarrer. Auch Kinderpornos sollen gefunden worden sein!
Newsdesk Heute
05.03.2026, 20:27
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Am Montagabend wurde bei einem Polizeieinsatz wegen des Verdachts der häuslichen Gewalt ein riesiges Waffenarsenal entdeckt. Wie berichtet, hatte der verdächtige Pensionist (81) offenbar mehr als 100 Gewehre und Pistolen verschiedenster Typen gehortet – viele davon legal.

Am Donnerstag wurden weitere Details bekannt, die dem Fall eine ganz neue, erschütternde Dimension verleihen. Laut "Kurier"-Bericht mussten Staatsschutz, Cobra und der Entschärfungsdienst anrücken. Auch das Abwehramt des Verteidigungsministeriums wurde eingeschaltet, weil der Mann auch Kriegsmaterial gebunkert hatte.

So soll sich in der umfangreichen Sammlung auch ein Maschinengewehr der deutschen Wehrmacht befunden haben. Konkret ein MG-42, das unter den Alliierten als "Knochensäge" gefürchtet war. Auch ein Sturmgewehr 77 des österreichischen Bundesheeres war dabei.

Als wäre das noch nicht genug, sollen die Ermittler bei einer zweiten Hausdurchsuchung auch ein Versteck voller Kinderpornos gefunden haben! Auch diese wurden sichergestellt.

Jetzt muss geklärt werden, über welche Wege der 81-Jährige an die verschiedensten Waffen gekommen ist. "Es gibt natürlich immer wieder Diebstähle von Waffen aus den Beständen des Bundesheeres. Dies sollte sich aber aufgrund der Seriennummer der sichergestellten Waffen rasch nachvollziehen lassen", wird ein hochrangiger Offizier zitiert.

Klar ist aber schon jetzt, der verdächtige Waffennarr hatte offenbar großzügigen Zugang zu Polizei und Militär. Für seine Recherche zu einschlägigen Sachbüchern soll der frühere Autor laut "Kurier" verschiedenste (Spezial-)Einheiten begleitet haben. Politische Kontakte zu einem ehemaligen Minister hätten ihm das ermöglicht.

Wegen des angezeigten Übergriffs gegen seine Frau wurde eine Wegweisung ausgesprochen, der 81-Jährige kassierte ein Betretungs- und Annäherungsverbot sowie ein Waffenverbot. Das bestätigt die niederösterreichische Polizei. Die Frau soll bei dem Vorfall nicht verletzt worden sein.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 06.03.2026, 10:50, 05.03.2026, 20:27
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