834 Neuinfektionen – Wien wieder Corona-Spitzenreiter

Wiener genießen die Sonne am Donaukanal – im Oster-Lockdown ist das aber nur noch mit Maske erlaubt.
Wiener genießen die Sonne am Donaukanal – im Oster-Lockdown ist das aber nur noch mit Maske erlaubt.Karl Schöndorfer / picturedesk.com
Die Coronazahlen zeigen zuletzt eine Trendwende, die Bundeshauptstadt wurde im Hotspot-Ranking abgelöst – ein Wechsel von kurzer Dauer.

Noch kürzlich stellte die Bundeshauptstadt Wien rund ein Drittel der landesweiten täglichen Corona-Neuinfektionen. Am Freitag kam dann die überraschende Wende: Die Coronazahlen hatten sich innerhalb von 24 Stunden nicht nur halbiert (von 1.023 auf 529), sondern auch im Bundesländervergleich war Wien nicht mehr Spitzenreiter. Am Samstag nun die Negativmeldung: Mit 834 Neuinfektionen landet die Hauptstadt wieder auf dem traurigen ersten Platz. Neun Todesfälle und ebenso viele zusätzlich belegte Intensivbetten wurden zudem gemeldet.

Oster-Lockdown geht weiter

Wie berichtet weist ein Wiener Bezirk mittlerweile eine Inzidenz auf, die in anderen Bundesländern zur Abriegelung führen würde. Warum es dazu (noch) nicht kommt, liest du hier. Seit 1. April gilt in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland der Oster-Lockdown. Bei diesen drei Bundesländern dürfte es zumindest bis auf Weiteres auch bleiben. Die Leiter der Intensivmedizin der Länder haben der Regierung die Situation auf ihren Stationen geschildert. Diese ist unterschiedlich, prekär ist die Lage nur im Osten.

Die Regierung will deshalb weiterhin auf regionale Maßnahmen setzen, mehr Geld soll es für das Medizin-Personal geben. Die Ostregion verlängerte daraufhin den Osterlockdown bis 18. April.

Am Weg zur Normalität?

"Die Intensivstationen drohen immer mehr überlastet zu werden, die Infektionszahlen steigen. Es ist unsere Verantwortung, dass jede/r, die/der ein Intensivbett braucht, auch eines bekommt", so Vizekanzler Werner Kogler. "Darum geht's." Und er mahnt uns alle zur Mitarbeit und zum Zusammenhalt. "Deswegen: Bitte halten Sie sich an die Regeln, nutzen Sie das Testangebot und melden Sie sich zur Impfung an."

"Die Impfung ist unser Ausweg aus der Pandemie & mit ihr kommen wir der Normalität Schritt für Schritt näher!", schreibt dagegen Bundeskanzler Sebastian Kurz auf seiner Facebook-Seite. Und er erneuert sein Versprechen: "In den nächsten 100 Tagen können sich alle Menschen, die das möchten, impfen lassen." Mehrmals hatte der Bundeskanzler in den jüngsten Tagen aber auch betont, dass es nicht ohne das Zusammenhalten und Mittun der Bevölkerung gehen werde.

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