Über 2.700 Corona-Fälle, aber: Spitäler noch voller

Mediziner versorgen eine Corona-Patientin auf einer Intensivstation.
Mediziner versorgen eine Corona-Patientin auf einer Intensivstation.Reuters
Die täglichen Corona-Zahlen schwanken gewaltig, innerhalb weniger Tage gab es Unterschiede um über 1.000 Fälle. Am Freitag nun 2.702 Neuinfektionen.

Die Corona-Zahlen als Berg- und Talfahrt: Am Ostermontag gab es 2.217 Corona-Infektionen und 33 Tote. Am Dienstag meldeten die Gesundheitsbehörden dann 1.935 Infektionen und 35 Tote, ein Tiefstwert seit Tagen. Am Mittwoch dann erstmals wieder eine Corona-Meldung fast unter "Normalbedingungen", also ohne Feiertage, dafür aber weiter auch ohne Schultestungen. Die Gesundheitsbehörden meldeten 3.101 Neuinfektionen und 29 Tote.

Am Donnerstag dann wieder eine sanfte "Entspannung" mit 2.906 Infektionen, allerdings auch mit 40 Toten. Am Freitag sehen die neuen Zahlen nun so aus: Die Gesundheitsbehörden des Landes melden 2.702 Corona-Neuinfektionen und 38 Menschen, die in den jüngsten 24 Stunden mit oder am Coronavirus verstorben sind. Zum Vergleich der Freitag der Vorwoche: Damals gab es 3.137 Neuinfektionen österreichweit, dazu kamen 29 Tote.

Die Bundesländerzahlen im Vergleich:

Burgenland: 120
Kärnten: 255
Niederösterreich: 531
Oberösterreich: 458
Salzburg: 234
Steiermark: 277
Tirol: 242
Vorarlberg: 106
Wien: 529

Bisher gab es in Österreich 571.616 positive Testergebnisse. Mit heutigem Stand (9. April 2021, 10:30 Uhr) sind österreichweit 9.624 Personen an den Folgen des Corona-Virus verstorben und 529.191 wieder genesen. Derzeit befinden sich 2.394 Personen aufgrund des Corona-Virus in krankenhäuslicher Behandlung. Davon werden 580 auf Intensivstationen betreut.

So ist die Lage in den Spitälern

Auch wenn dies eine kurzfristig leichte Beruhigung darstellt, angespannt bleibt die Situation allemal: Auf den Intensivstationen nähert sich die Belegung indes der kritischen 600-Betten-Grenze. Noch am Donnerstag mussten 2.516 Personen aufgrund des Corona-Virus in krankenhäuslicher Behandlung versorgt werden, davon 578 auf Intensivstationen. Freitag waren es dann bereits 580 auf den Intensivstationen.

Oster-Lockdown geht weiter

Seit 1. April gilt in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland der Oster-Lockdown. Bei diesen drei Bundesländern dürfte es zumindest bis auf Weiteres auch bleiben. Die Leiter der Intensivmedizin der Länder haben der Regierung die Situation auf ihren Stationen geschildert. Diese ist unterschiedlich, prekär ist die Lage nur im Osten.

Die Regierung will deshalb weiterhin auf regionale Maßnahmen setzen, mehr Geld soll es für das Medizin-Personal geben. Die Ostregion verlängerte daraufhin den Osterlockdown bis 18. April.

Am Weg zur Normalität?

"Die Intensivstationen drohen immer mehr überlastet zu werden, die Infektionszahlen steigen. Es ist unsere Verantwortung, dass jede/r, die/der ein Intensivbett braucht, auch eines bekommt", so Vizekanzler Werner Kogler. "Darum geht's." Und er mahnt uns alle zur Mitarbeit und zum Zusammenhalt. "Deswegen: Bitte halten Sie sich an die Regeln, nutzen Sie das Testangebot und melden Sie sich zur Impfung an."

"Die Impfung ist unser Ausweg aus der Pandemie & mit ihr kommen wir der Normalität Schritt für Schritt näher!", schreibt dagegen Bundeskanzler Sebastian Kurz auf seiner Facebook-Seite. Und er erneuert sein Versprechen: "In den nächsten 100 Tagen können sich alle Menschen, die das möchten, impfen lassen." Mehrmals hatte der Bundeskanzler in den jüngsten Tagen aber auch betont, dass es nicht ohne das Zusammenhalten und Mittun der Bevölkerung gehen werde.

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