Am Freitag fällt der Startschuss für die sogenannte Cyber Week. Damit beginnt auch die große Rabattschlacht bei den Online-Händlern. In Kärnten rechnet man in dieser Zeit mit Ausgaben von rund 30 Millionen Euro. Das macht im Schnitt 215 Euro pro Person. Wie orf.at berichtet, sind auch viele Kärntner Unternehmen im Online-Geschäft stark vertreten.
Einige Betriebe verkaufen ihre Produkte über große Marktplätze. Markus Miklautsch, Obmann des Landesgremiums des Versand-, Internet- und Allgemeinen Handels in der Wirtschaftskammer Kärnten, erklärt: "Aktuell verkaufen über 100 Unternehmen über Amazon. Der große Vorteil ist die riesengroße Reichweite. Du hast da einen mehr oder weniger abgesicherten Verkauf. Die Kunden kaufen einfach über den Marktplatz, wo du deine Produkte verkaufen kannst."
Doch das Online-Geschäft hat auch seine Schattenseiten. Raimund Haberl, Obmann der Sparte Handel der Wirtschaftskammer Kärnten, warnt: "Es ist ein zweischneidiges Schwert, gerade in der Zeit vor Weihnachten, wo ohnehin Geschenke gekauft werden, diese nur noch mit einem großen Abschlag abzugeben. Man muss sich gut überlegen, ob man da mitmacht oder nicht."
Die Händler stehen laut Haberl fast unter Zugzwang, bei den Aktionen mitzumachen, weil die großen Unternehmen es vormachen: "Es lässt sich jeder irgendeine Aktion einfallen." Wer regionale Betriebe auch im Internet unterstützen will, sollte beim Einkaufen auf großen Plattformen den Regionsfilter aktivieren. Zusätzlich hilft es, den Unternehmen etwa über Social Media zu mehr Sichtbarkeit zu verhelfen, indem man sie abonniert und bewertet.