Beim 4:1-Erfolg des deutschen Serienmeisters gegen Freiburg fixierte der 28-Jährige in der 96. Minute den Endstand. Für den ÖFB-Legionär war es der Premierentreffer im 27. Pflichtspiel, in denen Sabitzer bloß auf 924 Einsatzminuten kam, der 15 Millionen Euro teure Zugang hinter den Erwartungen zurückblieb.
Durch die Panne rund um seine Einwechslunggeriet dies allerdings zur Nebensache. Nach Sabitzers Treffer beobachteten Kiebitze im Stadion, dass der Jubel von Bayern-Coach Julian Nagelsmann zaghaft ausgefallen war. Deshalb wurde schnell von einem zerrütteten Verhältnis zwischen dem ÖFB-Legionär und dem Bayern-Coach gesprochen. Schließlich hinkt der ehemalige Leipzig-Kapitän beim deutschen Serienmeister seiner Form merklich hinterher, war nicht ansatzweise die Stütze im Mittelfeld, die er noch bei den Rasenballern war.
Trotzdem – oder gerade deshalb – gab es nach dem Spiel viel Zuspruch vom Trainer-Shootingstar. Der verhaltene Jubel sei der vorangegangenen Wechsel-Panne geschuldet gewesen, erklärte Nagelsmann. "Das Tor war unglaublich wichtig für ihn. Es war aber eine Phase, in der alles ein bisschen konfus war im Stadion und auf dem Platz", erzählte der Bayern-Coach, fügte aber schnell an: "Ich freue mich extrem für ihn."
Das zeigt, dass Sabitzer bei Nagelsmann das Vertrauen noch nicht verloren hat. Auch wenn der 28-Jährige bereits als Fehlkauf abgestempelt wurde, schon über den Sommer-Abgang spekuliert wurde. Denn auch der Mittelfeldspieler ist mit seiner Reservistenrolle alles andere als zufrieden. An den deutschen Teamspielern Leon Goretzka und Joshua Kimmich gibt es aber kaum ein Vorbeikommen.
Die Form sei allerdings ansteigend. "Am Donnerstag hat er im Elf gegen Elf zwei Tore gemacht. Eines mit rechts, eines mit links. So hat er sein Tor angekündigt", schmunzelte Nagelsmann.
"Ich wünsche mir für ihn, dass er hier seinen Peak findet. Denn für ihn ist es auch ein Traumverein. Und ich hoffe, dass er mit dem Tor noch besser in die Spur kommt", unterstrich der Coach, dass es eine Herzensangelegenheit des ÖFB-Stars war, nach München zu wechseln.
Ein Sommer-Abgang ist einem "Sport1"-Bericht zufolge aber noch nicht vom Tisch. Sollte ein Offert in der Höhe von 15 Millionen Euro eintreffen, werde es demnach zumindest geprüft.