Die ersten heimischen Erdbeeren sind da - und sie haben ihren Preis. Auf Verkaufsständen und in Hofläden kosten die süßen Früchte schnell 12 bis 13 Euro pro Kilo. Auch im Supermarkt werden für eine 500-Gramm-Schale oft sechs Euro und mehr verlangt.
Der Grund für die hohen Preise liegt in der frühen Ernte. Die ersten Erdbeeren stammen aus geschütztem Anbau, also aus Glas- oder Folientunneln. Diese Ware ist deutlich aufwendiger in der Produktion und entsprechend teurer.
Wie chip.de berichtet, spielen aber auch die gestiegenen Produktionskosten eine große Rolle. Allein die Löhne machen rund 60 Prozent der Gesamtkosten aus. Im Vergleich zu 2015 sind die Erdbeerpreise um fast 70 Prozent gestiegen. Unter acht Euro pro Kilo wird es heuer kaum heimische Erdbeeren geben.
Die gute Nachricht: Mit der Hauptsaison von Mai bis Juli kommen mehr Freilanderdbeeren auf den Markt. Dann steigt das Angebot und die Preise sinken. Im Vorjahr lag der Kilopreis in der Hauptsaison bei etwa 6,90 Euro.
Eine günstige Alternative ist das Selbstpflücken. Viele Betriebe setzen mittlerweile auf diesen Trend. Erste Selbstpflückfelder öffnen bereits Ende Mai, andere erst nach Pfingsten. Da die Kunden hier die Erntearbeit selbst übernehmen, sind die Preise oft deutlich niedriger.
Trotz sinkender Preise in der Hauptsaison werden Erdbeeren kein Billigprodukt mehr. Die Anbauflächen gehen vielerorts zurück, während Personal, Energie und Verpackung teuer bleiben. Außerdem deckt die heimische Produktion nur etwa 39 Prozent des Bedarfs - der Rest muss aus Ländern wie Spanien, Griechenland oder Italien importiert werden.
Fazit: Wer jetzt unbedingt regionale Erdbeeren will, zahlt den Frühstart-Aufpreis. Geduldige warten bis zur Freilandsaison ab Ende Mai oder greifen zur Selbstpflücke - dann gibt es die süßen Früchte deutlich günstiger.