Ausgerechnet im Jubiläumsjahr sorgt ein alter Brauch für Wirbel: Niederösterreich feiert heuer 40 Jahre St. Pölten als Landeshauptstadt – doch der Maibaum vor dem Landhaus wurde erstmals von Unbekannten gefällt.
Der rund 25 Meter hohe Baum, eine Fichte aus der Marktgemeinde Asperhofen (Bezirk St. Pölten-Land), war erst kürzlich feierlich aufgestellt worden. Traditionell übernimmt die Spendergemeinde auch die Bewachung – doch diesmal waren die "Maibaum-Diebe" offenbar erfolgreicher.
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner nimmt es mit Humor: "Nach dem traditionellen Maibaumaufstellen vor dem Landhaus hat unser Maibaum über Nacht leider eine ebenso traditionelle Wendung genommen. Es zeigt sich wieder einmal ganz klar: Bei uns in Niederösterreich leben die Menschen noch unser Brauchtum und unsere Traditionen – in diesem Fall für die Baum-Bewacher leider etwas zu erfolgreich."
Trotzdem bedankte sich die Landeshauptfrau bei ihren Freunden aus Asperhofen. Das Aufstellen des Baumes war "mustergültig" und die Bewachung klappt beim nächsten sicherlich besser. "Kopf hoch und danke für euer Engagement. Der Maibaum 2027 kommt wieder – darauf könnt ihr euch verlassen", so Mikl-Leitner in ihrem Statement.