Spritpreise: Die Preisanstiege seit Beginn des Iran-Krieges bedrücken viele Österreicher. 63 Prozent fühlen sich "sehr belastet" oder zumindest "eher belastet", das zeigt eine Befragung von von "Unique Research" für "Heute" (500 Interviews) – wir berichteten.
Ein wenig Entspannung gab es im April. In allen Bundesländern sind die Preise am Stichtag 29. April (im Vergleich zum 1. April) für Eurosuper und Diesel gesunken. Das zeigt eine Analyse des Verkehrsclubs Österreich. In der Steiermark gab es bei Eurosuper die stärkste Erleichterung (minus 12,9 Cent pro Liter), bei Diesel ist Tirol auf Platz 1 (minus 28,0 Cent für einen Liter).
Niederösterreich und Oberösterreich teilen sich den 1. Stockerlplatz um den günstigsten Benzinpreis mit 1,739 Euro für einen Liter Eurosuper. Bei Diesel liegt Niederösterreich bei einem Preis von 1,949 Euro (Quelle E-Control).
Wie am Donnerstag nach langen Verhandlungen entschieden wurde ("Heute" berichtete), wird die Spritpreisbremse, die im April für Entspannung gesorgt hatte, verlängert. Die Entscheidung kam in letzter Sekunde – in der Nacht auf Freitag, den 1. Mai wäre die Maßnahme sonst ausgelaufen. Für die Bevölkerung hätte ein Scheitern spürbare Folgen gehabt, ein weiterer Teuerungsschub drohte. Die verlängerte Spritpreisbremse sorgt jedoch für Aufatmen.

"Der Spritpreis ist der eine Faktor, der auf die Spritkosten Einfluss hat. Einen mindestens gleich großen und nachhaltigeren Einfluss hat aber der Spritverbrauch", so Michael Schwendinger vom VCÖ.
Wenn man ein Auto kauft, soll bereits auf den Spritverbrauch geachtet werden. Auch soll man spritsparend fahren – also gleiten statt rasen, vorausschauend fahren, schnell in einen höheren Gang schalten und den korrekten Reifendruck im Blick behalten. Im Gegensatz dazu seien Dachboxen sowie zu kalt regulierte Klimaanlagen Spritfresser, heißt es vom VCÖ.