"Wie sehr belasten die aktuellen Spritpreise Ihr Haushaltsbudget?" Diese Frage hat "Unique Research" für "Heute" 500 Österreichern ab 16 Jahre gestellt (maximale Schwankungsbreite ±4,4 Prozent, Befragungszeitraum 13. bis 16. April). Die Antworten sind eindeutig.
Gleich 63 Prozent der Befragten gaben an, dass sie sich durch die massiven Preissteigerungen seit Beginn des Iran-Krieges entweder "sehr belastet" oder zumindest "eher belastet" fühlen. Nur 27 Prozent tangiert der teure Sprit nach eigenen Angaben nicht.
Wenig überraschend fällt der Befund je nach Parteianhängern unterschiedlich aus. Laut der Umfrage am stärksten belastet: Wähler der Freiheitlichen. Gleich 79 Prozent finden ihre Haushalte als belastet. Nur auf 16 Prozent trifft das nicht zu.
Etwas weniger stark treffen die Preise offenbar die Anhänger der Grünen. Hier sind nur 46 Prozent belastet, 38 Prozent dagegen nicht. Ein ähnliches Bild ergibt sich bei Sympathisanten der Volkspartei. Bei ihnen beträgt das Verhältnis 49 Prozent zu 47 Prozent.
Stärker belastet empfinden sich auch SPÖ-Wähler mit insgesamt 62 Prozent ("sehr" oder "eher" belastet, Anm.) sowie die Fans der Neos mit 55 Prozent.
Interessant: Zwischen den einzelnen Bevölkerungsgruppen gibt es bei dieser Frage nur relativ geringe Unterschiede – so zum Beispiel bei Männern und Frauen. So gaben 65 Prozent der weiblichen Befragten an, sich durch die Preise an den Zapfsäulen belastet zu fühlen. Bei ihren männlichen Pendants waren es 61 Prozent. Damit liegt die Differenz in der statistischen Schwankungsbreite.
Etwas größere Unterschiede zeigen sich je nach Altersgruppe: Am stärksten belastet sind laut eigenen Angaben die 30- bis 59-Jährigen mit 69 Prozent. Bei jüngeren Befragten sind es 65 Prozent, bei der Generation 60 plus überhaupt nur 55 Prozent.
Spannend sind die Details nach Bildungsgrad der Befragten. Personen ohne Matura sehen ihre Haushalte durch die aktuellen Spritpreise zu 63 Prozent als finanziell belastet. Bei Befragten mit Matura sind es mit 62 Prozent beinahe genausoviele. Aber: Maturanten fühlen sich mit 33 Prozent deutlich weniger belastet als Personen mit Pflichtschulabschluss. Bei ihnen sind es nur 24 Prozent.
Kleines Detail: Aufgrund des Befragungszeitraums ist auch bereits das Ausscheren der OMV aus der Spritpreisbremse in den Ergebnissen eingepreist.