Wirt erklärt Gründe

Hohe Spritpreise – ab Mai wird auch Schnitzel teurer

Steigende Energie- und Transportkosten setzen Wirte unter Druck. Ab Mai drohen höhere Preise in Österreichs Gastronomie.
Peter Reidinger
08.04.2026, 05:00
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Na Mahlzeit! Nach Pandemie und Ukraine-Krieg trifft jetzt auch der Iran-Konflikt die heimische Gastro. Vor allem steigende Energie- und Spritpreise sorgen für neue Sorgenfalten bei Wirten. "Es ist ein zusätzlicher Druck, wobei keiner weiß, wo die Reise hingeht", sagt Gerold Royda, Wirtesprecher der WKO in Oberösterreich.

Die Branche sei besonders betroffen: "Wir sind eine energiekostenintensive Branche, sowohl die Gastro als auch die Hotellerie. Das wird sich spürbar bemerkbar machen."

Schon jetzt schlagen die Kosten voll durch. Royda berichtet von ersten Preiserhöhungen bei Zulieferern: "Wir haben bereits Steigerungen zwischen acht und 14 Prozent bekommen." Für die Wirte heißt das: Die Kalkulation wird immer schwieriger.

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Basierend auf Daten von e-control, ohne Gewähr für die Richtigkeit.

Und das ist noch nicht alles. Parallel laufen die Kollektivvertrags-Verhandlungen. Ab 1. Mai steigen die Löhne in Gastro und Tourismus. "Das wirkt sich sofort auf die Kalkulation aus", so Royda. Die Folge: "Wenn es so weitergeht, wird es wieder zu Preiserhöhungen kommen müssen." Heißt also: In vielen Lokalen werden die Preise für Schnitzerl und andere Klassiker schon bald anziehen.

Wirtesprecher Gerold Royda erwartet durch den Krieg im Iran und höhere Löhne auch höhere Preise.
"Heute"

Doch nicht nur die Preise stehen unter Druck. Viele Betriebe überlegen, bei Öffnungszeiten und Angebot nachzuschärfen. "Jede Stunde, in der du keinen Umsatz machst, kostet", sagt Royda. Immer mehr Lokale könnten daher nur mehr eingeschränkt öffnen - etwa nur im Gastgarten oder nur im Innenbereich.

Schwieriger Betrieb an Seen

Besonders schwierig ist die Lage für Betriebe an Seen. "Ein à la carte Restaurant ist dort wirtschaftlich schwer zu führen, weil du keine Schönwettergarantie hast." Bleibt der Gast aus, laufen die Personalkosten trotzdem weiter.

Auch bei Lebensmitteln drohen weitere Preisschübe. Vor allem Düngemittel könnten Obst und Gemüse verteuern. Gleichzeitig brechen in Städten wie Wien die Buchungen ein. "Im ersten Quartal gab es ein Minus von rund 15 Prozent", berichtet Royda. Grund: Internationale Gäste bleiben wegen der unsicheren Lage aus. Für viele Wirte ist das die nächste Belastungsprobe nach schwierigen Jahren. "Du fängst wieder in einem Notfallszenario an", sagt Royda.

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