Profi Mayer verrät

Das ist die schönste Passage beim Wien-Marathon

Am Sonntag steigt der 43. Vienna City Marathon. Julia Mayer hält den österreichischen Rekord. In "Heute" verrät sie, wie eine schnelle Zeit gelingt.
Erich Elsigan
19.04.2026, 08:25
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42,195 Kilometer, tausende Läufer und nur ein Ziel: ankommen. Wenn am Sonntag der Wien-Marathon startet, geht es längst nicht nur um Zeiten – sondern um Kampf, Schmerz und große Gefühle.

Julia Mayer kennt diese Themen – die 33-jährige Niederösterreicherin hält den rot-weiß-roten Rekord (2:26:08 Stunden) über die Langdistanz. Im "Heute"-Talk verrät die amtierende Staatsmeisterin, wie auch einem Hobby-Athleten eine schnelle Zeit gelingt.

Tempo: "Unbedingt mit Uhr laufen. Ich bin lieber barfuß als ohne meiner Garmin unterwegs. Ich bin ein echter Daten-Monk. Das Wichtigste ist, sich an die trainierten Kilometer-Splits zu halten. Es ist fatal, zu schnell wegzulaufen, ich spreche aus Erfahrung. In Linz gab es zuletzt Momente, in denen ich mir gedacht habe: Julia, jetzt gehst du lieber runter vom Gas. Ich würde den Menschen empfehlen, zu bremsen, wenn es nötig ist. Und wenn man gut unterwegs ist, bekommt man Selbstvertrauen und Sicherheit."

Schwächephasen: "Bleibt nie stehen, auch wenn es mal wehtut. Lieber langsamer werden, ruhig atmen – aber nicht stoppen. Und nicht zu viel nachdenken. Erinnert euch maximal an euer hartes Training, das nicht für die Fisch sein soll. Im besten Fall hält das mentale oder körperliche Tief zehn bis 15 Minuten. Sobald man es überwunden hat, geht es einem besser."

Schuhe: "Sie sollten nicht komplett neu sein, sondern gut eingelaufen, sonst bekommt man Blasen. Ein leichter Schuh ist von Vorteil. Es macht bei der Distanz viel aus, ob man 200 Gramm mehr oder weniger mitschleppen muss."

Musik: "Die Stimmung ist bei großen Marathons so gut, es ist so viel los neben der Strecke. Daher unbedingt ohne Kopfhörer laufen, sonst bekommst du die Hälfte nicht mit, das wäre schade. Und es ist auch nicht ungefährlich, wenn du nicht hörst, was hinter und neben dir passiert."

Wien-Highlight: "Die letzten 1,5 Kilometer sind ein absoluter Traum, es feuern einen so viele Menschen an. In Wien kannst du dich wirklich doppelt aufs Ziel freuen. Finishen ist hier Pflicht, ein echter Genuss."

Belohnung: "Ich bin ernährungstechnisch extrem abgestimmt, weiß genau, wann ich was essen muss. Ich verzichte auf so viel. Aber ein, zwei Tage nach dem Marathon denke ich über nichts nach, esse das, worauf ich Lust habe. Pizza, Pasta, egal zu welcher Tag- und Nachtzeit. Es kann schon sein, dass ich um zwei Uhr in der Nacht aufstehe und die kalten Pizza-Reste esse."

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