Trainer teilt aus

"Das ist kein Fußballstadion": WM-Arena sorgt für Ärger

Das Stadion in Atlanta sorgt für Aufsehen. Ein Nationaltrainer ist überhaupt kein Fan der Arena.
Sport Heute
19.06.2026, 05:48
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Südafrikas Teamchef Hugo Broos dürfte froh sein, dass seine Mannschaft bei dieser WM wohl nicht noch einmal in Atlanta antreten muss. Nach dem 1:1 gegen Tschechien sorgte der 74-Jährige mit einer deutlichen Kritik am Stadion für Aufsehen.

Dabei hatte Südafrika dank eines späten Ausgleichstreffers gerade erst den ersten Punkt bei dieser Weltmeisterschaft geholt. Doch statt über das Ergebnis zu sprechen, nahm Broos die Spielstätte ins Visier.

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"Wenn ich ehrlich sein darf: Das ist kein Fußballstadion", erklärte der Belgier auf der Pressekonferenz nach dem Spiel. "Es ist fantastisch, aber nur der Rasen ist Fußball. Der ganze Rest nicht. Es ist eine Halle. Ich spüre die Atmosphäre nicht."

Besonders deutlich wurde der Vergleich mit dem berühmten Aztekenstadion in Mexiko-Stadt. Dort hatte Südafrika zwar das Eröffnungsspiel gegen Gastgeber Mexiko mit 0:2 verloren, dennoch zeigte sich Broos beeindruckt. "Wenn ich das mit dem Aztekenstadion vergleiche – das ist ein Stadion", meinte der Coach.

Gespielt wurde im normalerweise als Mercedes-Benz Stadium bekannten Stadion von Atlanta. Für die WM musste die Arena aufgrund der FIFA-Regularien umbenannt werden. Die moderne Spielstätte ist die Heimstätte von MLS-Klub Atlanta United und dem NFL-Team Atlanta Falcons.

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Das 2017 eröffnete Stadion kostete rund 1,6 Milliarden US-Dollar und bietet während der WM Platz für mehr als 68.000 Zuschauer. Besonders bekannt ist die Arena für ihr spektakuläres, ausfahrbares Dach, das wie die Blende einer Kamera konstruiert wurde. Während der Weltmeisterschaft bleibt es allerdings geschlossen.

Im weiteren Turnierverlauf werden in Atlanta noch mehrere K.-o.-Spiele ausgetragen, darunter ein Achtel- und ein Halbfinale. Viele Fans schwärmen von den modernen WM-Arenen in Nordamerika. Broos zählt jedoch offenbar nicht dazu. Für Südafrika geht es nun in Monterrey weiter. Dort wartet am letzten Gruppenspieltag das Duell mit Südkorea.

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