Hülsenfrüchte haben ein echtes Comeback erlebt. Galten Linsen, Bohnen und Co. lange als altmodisch und fad, sind sie heute aus der modernen Küche kaum wegzudenken.
Vor allem bei vegetarischer und veganer Ernährung spielen sie als pflanzliche Eiweißlieferanten eine wichtige Rolle.
Die kleinen Kraftpakete haben es in sich: Je nach Sorte enthalten sie zwischen fünf und elf Prozent Protein, Lupinen sogar bis zu 40 Prozent. Dazu kommen reichlich Ballaststoffe, Magnesium, Kalium, Eisen, Zink sowie B-Vitamine und Folsäure.
Wer täglich Hülsenfrüchte isst, profitiert auf mehreren Ebenen, schreibt Utopia. Die Ballaststoffe halten lange satt, lassen den Blutzucker nur langsam steigen und dienen den nützlichen Darmbakterien als Nahrung.
Studien zeigen zudem, dass der regelmäßige Verzehr das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken kann.
Auch die Umwelt dankt es dir: Im Vergleich zu tierischen Eiweißquellen haben Hülsenfrüchte eine deutlich bessere Klimabilanz. Ihr Anbau benötigt wenig Wasser, ihre Blüten bieten Insekten Nahrung und durch Knöllchenbakterien reichern sie den Boden mit Stickstoff an.
Dennoch lag der Pro-Kopf-Verbrauch in Österreich 2020/21 bei gerade einmal 0,9 Kilogramm – weit unter den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung von 6,5 Kilogramm jährlich.
Ein wichtiger Hinweis: Rohe Hülsenfrüchte können giftig sein und müssen vor dem Verzehr immer vollständig gegart werden. Wer Probleme mit der Verdauung hat, sollte mit kleinen Portionen starten und die Menge langsam steigern.
Menschen mit Gicht sollten ihren Konsum individuell abstimmen, da Hülsenfrüchte Purine enthalten, die der Körper zu Harnsäure abbaut.
Auch Allergien auf einzelne Sorten wie Soja oder Lupinen sind möglich. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt mindestens eine Portion pro Woche – gerne aber auch täglich.