Giftpflanze des Jahres

Dieser Bohnen-Fehler kann für dich böse enden

Sie steckt in Eintopf und Salat – doch roh kann die Gartenbohne schon in wenigen Stück gefährlich werden. Der Grund ist ein natürlicher Giftstoff.
Newsdesk Heute
06.09.2026, 16:38
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Die Gartenbohne gehört für viele Haushalte ganz selbstverständlich in die Küche. In Österreich ist sie auch als Fisole bekannt, gekocht landet sie in Salaten, Eintöpfen oder als Beilage auf dem Teller. Umso mehr sorgt nun ihr neuer Titel für Aufsehen: Wie ÖKO-TEST berichtet, wurde die Gartenbohne zur Giftpflanze des Jahres 2026 gewählt.

Die "Ehrung" bedeutet allerdings nicht, dass man vom Verzehr von Bohnen generell absehen sollte – entscheidend ist die Zubereitung. Problematisch wird die Gartenbohne vor allem roh oder dann, wenn sie nicht ausreichend erhitzt wurde. Grund dafür ist Phasin, ein natürliches Lektin, das Pflanzen als Schutzstoff bilden.

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Nach dem Verzehr roher Bohnen können Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall auftreten. In schweren Fällen sind auch Fieber, Schüttelfrost, Krampfanfälle, Blutdruckabfall oder ein Schock möglich. Besonders Kinder gelten wegen ihres geringeren Körpergewichts als gefährdet.

Mindestens 10 Minuten kochen

Die gute Nachricht: Hitze macht den Stoff unschädlich. Der Botanische Sondergarten Wandsbek nennt als Richtwert mindestens 10 bis 15 Minuten Kochen bei 100 Grad. Die Verbraucherzentrale verweist auf die Empfehlung des Bundesinstituts für Risikobewertung, frische Bohnen, Linsen und Kichererbsen mindestens 30 Minuten zu kochen. Sicher ist daher: Roh oder nur kurz gegart sollten Gartenbohnen nicht auf den Teller.

Auch die Zubereitungsart spielt eine Rolle. "Kurzes Blanchieren oder Dampfgaren reicht oft nicht aus", heißt es beim Sondergarten. Das Kochwasser sollte danach weggeschüttet werden. Tiefgekühlte Bohnen sind meist nur blanchiert und müssen daher ebenfalls noch ausreichend gekocht werden.

Vorsicht gilt auch bei der Heißluftfritteuse. Wird die Garzeit zu knapp gewählt, kann das Phasin möglicherweise nicht zuverlässig zerstört werden. Besser ist es, Bohnen zuerst gründlich zu kochen und sie erst danach weiterzuverarbeiten. Bohnen aus Glas oder Konserve sind dagegen in der Regel bereits ausreichend erhitzt.

Warnsignal für den Alltag

Dass die Warnung nicht aus der Luft gegriffen ist, zeigt ein Blick zurück: Laut Terra X bauten während der Corona-Pandemie mehr Menschen Gemüse selbst an – darunter auch Gartenbohnen. In der Folge stieg bei den Giftinformationszentralen die Zahl der Beschwerden nach dem Essen von Bohnen. Vielen war offenbar nicht klar, dass Bohnen gekocht werden müssen und im rohen Zustand Giftstoffe enthalten.

Der Titel "Giftpflanze des Jahres" ist damit vor allem ein Warnsignal für den Alltag. Die Gartenbohne bleibt ein beliebtes Lebensmittel – aber nur richtig gegart. Rohes Probieren direkt aus dem Garten, zu kurzes Dünsten oder halbgares Gemüse können dagegen rasch unangenehm werden.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 06.09.2026, 16:55, 06.09.2026, 16:38
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