Völlig unterschätzte Gefahr

Giftpflanzen: Kleinkinder kosten öfter, als man denkt

Giftpflanzen im Wohnumfeld können für Kleinkinder zur Gefahr werden. Vorsicht und richtige Maßnahmen helfen, Vergiftungen zu vermeiden.
Heute Life
13.07.2026, 15:25
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Giftpflanzen sind für kleine Kinder oft eine unterschätzte Gefahr. Die Kleinen wollen ihre Umgebung mit allen Sinnen erkunden, greifen gerne mal zu und stecken unbekannte Dinge in den Mund. Das kann leider schnell zu einer Vergiftung führen. Deshalb rät die Initiative "Sicheres Vorarlberg", dass Eltern gut aufpassen und entsprechende Vorsichtsmaßnahmen treffen sollen. Wie orf.at berichtet, sind gerade im eigenen Zuhause oder im Garten viele Pflanzen zu finden, die für Kinder gefährlich werden können.

Wohnzimmer-Risiko

Besonders kritisch wird es, wenn die Buben und Mädchen unbeobachtet sind. Sie nehmen alles Mögliche in die Hand und in den Mund – egal ob draußen in der Natur, am Balkon oder im Wohnzimmer. Um das Risiko zu verringern, solltest du giftige Pflanzen entweder ganz aus dem Umfeld entfernen oder zumindest so aufstellen, dass die Kinder nicht drankommen.

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Gifitige Wohnungspflanzen:

Dieffenbachie – Kann starke Reizungen im Mund und Rachen verursachen.

Einblatt (Spathiphyllum) – Enthält Calciumoxalat-Kristalle, die Schleimhäute reizen. Philodendron – Ebenfalls reizend für Mund und Haut.

Monstera – Kann Brennen und Schwellungen im Mund verursachen.

Efeutute (Epipremnum) – Giftig bei Verzehr.

Alpenveilchen – Besonders die Knolle ist giftig.

Weihnachtsstern – Meist nur leicht giftig, kann Magen-Darm-Beschwerden verursachen.

Es gibt aber auch Pflanzen, die entweder gar nicht oder nur sehr wenig giftig sind. Wenn ein Kind davon nur eine kleine Menge verschluckt, ist das meistens unbedenklich.

Wie giftig war die Pflanze?

Anders sieht es bei Pflanzen mit mittlerer Giftigkeit aus. Da kann schon eine kleine Menge zu Beschwerden wie Bauchschmerzen, Durchfall oder gereizten Schleimhäuten führen.

Richtig gefährlich wird es bei stark giftigen Pflanzen. Schon geringe Mengen können schwere Symptome auslösen – manche dieser Pflanzen sind sogar lebensgefährlich. Auch der Hautkontakt kann problematisch sein und sollte vermieden werden.

Folgende Pflanzen sind auch für den Hund giftig:

Typische Anzeichen

Typische Anzeichen für eine Vergiftung mit giftigen Pflanzen sind Schleimhautreizungen, vermehrter Speichelfluss, Magenschmerzen, Erbrechen und Durchfall. Wenn die Haut mit der Pflanze in Berührung kommt, kann es zu Rötungen, Juckreiz oder sogar Bläschen kommen. Besonders bei sehr giftigen Pflanzen oder größeren Mengen drohen ernste gesundheitliche Probleme.

Im Notfall zählt jede Minute. Wenn ein Kind eine Vergiftung hat, musst du sofort handeln und ärztlichen Rat holen. Die Vergiftungsinformationszentrale erreichst du rund um die Uhr unter 01 406 43 43 – dort bekommst du professionelle Hilfe und Unterstützung.

Nach dem Verschlucken kleiner Mengen von Pflanzen, Früchten oder Beeren heißt es: Ruhe bewahren und beobachten. Bei stark giftigen Pflanzen oder ernsten Symptomen solltest du aber schnell Erste Hilfe leisten und sofort medizinische Hilfe holen. Weitere Informationen zu Erste-Hilfe-Maßnahmen bekommst du auch beim Österreichischen Roten Kreuz.

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