Paprika gibt es in vielen Farben, Formen und Größen. Grüne Paprika schmecken herber, während rote, gelbe und orangefarbene Früchte reifer, süßer und aromatischer sind. Neben der klassischen Blockpaprika sind auch Spitz-, Mini- und Tomatenpaprika erhältlich.
Das Gemüse stammt ursprünglich aus Mittel- und Südamerika und kam mit den spanischen Eroberern nach Europa. Ursprünglich enthielten Paprika noch Capsaicin – jenen Stoff, der für die typische Schärfe in Chilis sorgt. Die süße Gemüsepaprika, wie wir sie heute kennen, gibt es erst seit dem 20. Jahrhundert.
Wie "Utopia" berichtet, liegt die Paprika mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von 4,2 Kilogramm in Deutschland auf Platz 5 der beliebtesten Gemüsearten. In Österreich ist sie ebenfalls sehr populär – rund 82 Prozent werden aus Spanien und den Niederlanden importiert.
Besonders bemerkenswert ist der hohe Vitamin-C-Gehalt der Paprika: Er ist bei grünen Paprika zweimal und bei roten Paprika fast dreimal so hoch wie bei Zitronen. Rote Paprika enthalten rund 140 Milligramm Vitamin C pro 100 Gramm. Da Vitamin C hitzeempfindlich ist, nimmst du den größten Gehalt auf, wenn du die Paprika roh isst.
Auf 100 Gramm enthält Paprika nur 37 Kilokalorien – kein Wunder, da sie zu 90 Prozent aus Wasser besteht. Trotzdem liefert sie vier Gramm Ballaststoffe. Außerdem ist sie reich an Mineralstoffen wie Kalium, Kalzium und Phosphor sowie an B-Vitaminen, Vitamin E und Vitamin K.
Die Österreichische Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eine Tagesdosis von 110 Milligramm Vitamin C für Männer und 95 Milligramm für Frauen. Mit einer Portion Paprika kannst du diesen Bedarf also problemlos decken.
Einige Menschen vertragen Paprika allerdings nicht so gut: Wer einen empfindlichen Magen hat, kann Beschwerden wie Magenschmerzen, Sodbrennen, Blähungen oder Übelkeit bekommen. In diesem Fall hilft es, die Paprika gehäutet oder gegart zu essen.
Experten raten dazu, Paprika vor allem während der Saison von April bis November zu konsumieren – am besten in Bio-Qualität, um Pestizidrückstände zu vermeiden und die ökologische Landwirtschaft zu unterstützen.