Blühende Delikatessen

Essbare Blumen – welche Blüten darf ich nun essen?

Sie verschönern Beete, Balkone und Parks – und landen immer häufiger auch auf unseren Tellern. Essbare Blüten gelten als Hingucker in der Küche.
Heute Life
11.06.2026, 12:26
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Ein Spaziergang durch den Garten im Frühsommer ist ein Fest für die Sinne. Überall blüht und duftet es, Bienen summen von Blüte zu Blüte und die Natur zeigt sich von ihrer farbenprächtigsten Seite. Die meisten Menschen erfreuen sich dabei vor allem an der Optik der Blumen. Doch was viele nicht wissen: Zahlreiche Blüten sind nicht nur schön anzusehen, sondern auch essbar. Sie verleihen Salaten, Desserts und Getränken das gewisse Etwas und bringen überraschende Aromen auf den Teller.

Allerdings gilt Vorsicht: Während manche Blüten wahre Delikatessen sind, können andere gesundheitsschädlich oder sogar hochgiftig sein. Wer Blüten genießen möchte, sollte deshalb genau wissen, welche Pflanzen geeignet sind – und welche besser ausschließlich im Beet bleiben.

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1. Gänseblümchen

Kaum eine Blume ist bekannter als das Gänseblümchen. Die kleinen weiß-gelben Blüten zieren Wiesen, Parks und Gärten und werden oft übersehen. Dabei gelten sie als essbar und enthalten wertvolle Bitterstoffe.

Geschmacklich sind Gänseblümchen mild und leicht nussig. Sie eignen sich hervorragend als essbare Dekoration auf Butterbroten, in Salaten oder als farbenfroher Akzent auf Suppen. Wichtig ist jedoch, die Blüten nur an unbelasteten Standorten zu pflücken – also fernab von stark befahrenen Straßen oder Hundewiesen.

2. Kapuzinerkresse

Wer kräftige Farben im Garten liebt, kennt die leuchtenden Blüten der Kapuzinerkresse. Doch die Pflanze kann weit mehr als nur dekorativ aussehen. Ihre Blüten besitzen ein angenehm pfeffriges Aroma, das an Kresse erinnert. Besonders gut harmonieren sie mit Salaten, Kräuterbutter oder Frischkäseaufstrichen. Auch die Blätter der Pflanze sind essbar und werden häufig zum Würzen verwendet. Damit zählt die Kapuzinerkresse zu den vielseitigsten essbaren Blumen überhaupt.

3. Holunderblüten

Wenn im Frühsommer der süßliche Duft von Holunderblüten durch die Luft zieht, beginnt für viele die schönste Zeit des Jahres. Die cremeweißen Dolden des Schwarzen Holunders eignen sich hervorragend für Sirup, Limonade oder Tee.

Doch auch roh können die Blüten verwendet werden. Entscheidend ist dabei die richtige Bestimmung der Pflanze. Denn der giftige Zwergholunder sieht seinem essbaren Verwandten auf den ersten Blick ähnlich. Während die Blüten des Schwarzen Holunders weißlich-gelb erscheinen und angenehm duften, zeigen die Blüten des Zwergholunders rötliche Farbtöne.

4. Löwenzahn

Für Kinder ist er vor allem die berühmte Pusteblume, für Feinschmecker hingegen eine interessante Wildpflanze. Sowohl die gelben Blüten als auch die Blätter des Löwenzahns sind essbar. Sie enthalten Bitterstoffe sowie verschiedene Mineralstoffe und werden traditionell mit einer verdauungsfördernden Wirkung in Verbindung gebracht. In Salaten oder als essbare Dekoration sorgen die leuchtend gelben Blüten für einen sommerlichen Farbtupfer.

5. Zucchiniblüten

Besonders in der mediterranen Küche gelten Zucchiniblüten als Delikatesse. Die großen gelben Blüten lassen sich beispielsweise füllen, ausbacken oder als raffinierte Beilage servieren. Ihr Geschmack ist angenehm mild und leicht süßlich. Damit zählen sie zu den beliebtesten essbaren Blüten überhaupt.

So erntest du Blüten richtig

Wer essbare Blüten sammeln möchte, sollte einige Grundregeln beachten. Geerntet wird am besten am Vormittag, wenn die Blüten vollständig geöffnet sind. Gepflückt werden ausschließlich die Blüten selbst – die Pflanzen sollten nicht samt Wurzel entfernt werden.

Nach der Ernte empfiehlt es sich, die Blüten vorsichtig zu reinigen und möglichst rasch zu verarbeiten. Da sie sehr empfindlich sind, werden sie idealerweise in einem offenen Korb transportiert.

Vorsicht vor giftigen Doppelgängern

So verlockend essbare Blüten auch sein mögen: Nicht jede Blume gehört auf den Teller. Zu den bekanntesten Giftpflanzen zählen etwa Fingerhut, Eisenhut, Herbstzeitlose, Engelstrompete, Goldregen, Maiglöckchen oder Tollkirsche. Bereits kleine Mengen können gefährlich werden.

Auch bei einigen Gemüsepflanzen ist Vorsicht geboten: Die Blüten von Kartoffeln, Paprika, Tomaten oder Auberginen sind nicht zum Verzehr geeignet. Deshalb gilt die wichtigste Regel überhaupt: Wer eine Pflanze nicht zweifelsfrei bestimmen kann, sollte auf den Verzehr verzichten.

{title && {title} } red, {title && {title} } 11.06.2026, 12:26
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