Krisensitzung am Küniglberg

"Fatale Optik!" Vorwürfe gegen weiteren ORF-Spitzenmann

Der ORF-Stiftungsrat befasst sich am Donnerstag mit der Causa Weißmann. FP-Vertreter Westenthaler fordert volle Akteneinsicht und harte Aufklärung.
André Wilding
12.03.2026, 09:34
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Die Turbulenzen rund um den Rücktritt von ORF-Generaldirektor Roland Weißmann beschäftigen am Donnerstag den Stiftungsrat. Ab 10 Uhr beraten die Mitglieder über die weitere Vorgangsweise in der Affäre.

FP-Vertreter Peter Westenthaler fordert dabei umfassende Aufklärung. Er will Einsicht in sämtliche Unterlagen rund um die Causa Weißmann und kündigt ein hartes Vorgehen an. Ziel sei es, den Fall vollständig offenzulegen.

Weitere Frauen belasten Weißmann

Eine von ihm geforderte Anhörung des ehemaligen ORF-Generaldirektors wird es jedoch nicht geben. Weißmann nimmt an der Sitzung nicht teil, obwohl laut Berichten angeblich weitere Mitarbeiterinnen Vorwürfe gegen ihn erheben sollen – für ihn gilt die Unschuldsvermutung.

Westenthaler zeigt sich mit dem bisherigen Umgang mit der Affäre unzufrieden. Besonders die interne Aufarbeitung durch die Compliance-Stelle stößt bei ihm auf Kritik. Er erklärt: "einem Vertuschen durch Beauftragung der Compliance-Stelle nicht abfinden".

Der FP-Vertreter kündigt deshalb eine klare Linie an. "Der Sumpf wird ab heute trockengelegt", stellte Westenthaler unmissverständlich klar.

Kurz vor Beginn der Krisensitzung im ORF legte der 58-Jährige dann noch einmal nach. "In der Stiftungsratssitzung muss alles auf den Tisch, es wird Tabula rasa gemacht. Ich verlange absolute Klarheit und wir wollen eine Chronologie der Ereignisse", erklärt Westenthaler gegenüber "Heute".

Außerdem würden laut Westenthaler schwere Vorwürfe gegen einen weiteren hochrangigen ORF-Mitarbeiter im Raum stehen. "Diese Vorwürfe müssen geklärt werden", stellt er unmissverständlich klar.

"Versagen der Stiftungsratsspitze"

Auch das "Versagen der Stiftungsratsspitze" müsse geklärt werden. "Wir wurden sechs Tage lang nicht informiert", ärgert sich der 58-Jährige in "Heute". Der ORF gebe eine "fatale Optik" ab "und ich werde massiv dagegen ankämpfen, dass seitens Stiftungsratsvorsitzenden Lederer die Rederechte von mir bzw. von anderen Stiftungsräten eingeschränkt werden sollen".

"Es ist angerichtet", sagt Westenthaler und zeigt sich zudem darüber verärgert, dass Lederer "eine Genossin unter dem Deckmantel des Arbeitsrechts vorgeladen hat". "So geht es nicht", stellt er klar.

Die Krisensitzung im ORF beginnt um 10.00 Uhr, "Heute" ist vor Ort und berichtet LIVE.

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