Der Rücktritt von ORF-Generaldirektor Roland Weißmann zieht immer größere Kreise. Nachdem eine ORF-Mitarbeiterin mit Vorwürfen der sexuellen Belästigung an den Stiftungsrat herangetreten war, sollen sich inzwischen mehrere weitere Frauen gemeldet haben.
Wie die "Krone" berichtet, soll sich nach dem ersten mutmaßlichen Belästigungsopfer eine weitere Frau an die Whistleblower-Hotline des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gewandt haben. Über dieses Hinweisgebersystem können Missstände und Fehlentwicklungen im Unternehmen gemeldet werden.
Dem Bericht zufolge soll es aber nicht bei diesem einen weiteren Fall geblieben sein. Dem Vernehmen nach hätten sogar noch weitere Frauen Vorwürfe gegen den bereits zurückgetretenen ORF-Generaldirektor erhoben.
Aus den Reihen des Stiftungsrats heißt es allerdings, dass dazu bisher keine Informationen vorliegen. Die Vorsitzenden Heinz Lederer (SPÖ) und Gregor Schütze (ÖVP) erklärten auf "Krone"-Nachfrage, von weiteren Betroffenen nichts zu wissen.
Mit der Aufarbeitung der Causa ist inzwischen eine Taskforce betraut. Diese soll die Vorwürfe prüfen und klären, ob und in welchem Ausmaß es zu weiteren Vorfällen gekommen sein könnte.
Es gilt die Unschuldsvermutung.