Der Rücktritt von Roland Weißmann lässt im ORF die Nerven blank liegen. Wie "Heute" berichtete, stolperte er über Belästigungsanschuldigungen.
Schwere Vorwürfe
Eine ORF-Mitarbeiterin behauptet, Weißmann habe sie 2022 sexuell belästigt. Es soll auch höchst private Tonbandaufnahmen, Schrift- und Bildmaterial geben.
Stiftungsrats-Chef teilt aus
In der "Zeit im Bild 2" am Montagabend hatte das Stiftungsratschef Lederer gesagt. Der Anwalt des mutmaßlichen Opfers habe gegenüber dem Stiftungsrat Weißmanns Rücktritt verlangt. Der hätte das Material auf seine Echtheit prüfen können, so Lederer, stattdessen aber freiwillig seinen Rücktritt erklärt.
"Unwahrheiten"
Der Anwalt von Weißmann wiederum warf Lederer gestern vor, in dem Interview "eine Vielzahl von Unwahrheiten verbreitet" zu haben.
"Ungeprüfter Verdacht"
Erneut sprach er von einem "ungeprüften Verdacht", den Weißmann vehement bestreitet.
"Köpferollen"
ORF-Insider rechnen mit einem "weiteren Köpferollen". Im Stiftungsrat mehren sich Stimmen, dass Lederer nicht mehr tragbar sei.
"Kein Stein auf dem anderen"
Klartext reden wird am Donnerstag Peter Westenthaler. Er wirft Lederer "Alleingänge zum Schaden des Unternehmens" und "Pflichtverletzungen" gegenüber dem Stiftungsrat vor. Er ersucht ihn "eindringlichst, Weißmann in der Sitzung die Möglichkeit einer Anhörung zu gewähren."