Rund um den ORF und den Rücktritt des Generaldirektors Roland Weißmann wird der Ton immer schärfer. ORF-Stiftungsrat Peter Westenthaler kündigt nun weitere Enthüllungen an - und spricht von einem großen Skandal.
In einem Facebook-Beitrag erklärt Westenthaler, dass das bisher Bekanntgewordene nur ein kleiner Teil der Affäre sei. "Was bisher zum ORF-Skandal rund um den erzwungenen Rücktritt des ORF-Generaldirektors bekannt wurde, ist nur die Spitze eines gewaltigen Skandaleisbergs, der in Kürze öffentlich aufbrechen wird."
Der 58-Jährige behauptet, laufend neue Informationen zu erhalten. "Ich erhalte stündlich weitere, skandalöse, ja geradezu haarsträubende Informationen, die ich morgen allesamt im ORF-Stiftungsrat auf den Tisch legen werde", schreibt er am Dienstag auf Facebook.
Der Konflikt innerhalb der ORF-Spitze dürfte sich seiner Darstellung nach weiter zuspitzen. "Die offene Feldschlacht zwischen einstigen und noch amtierenden ORF-Spitzen hat begonnen." Der Stiftungsrat rechnet dabei mit weitreichenden Folgen. "Sie wird noch einige Führungspersonen in Form von Rücktritten und Gerichtsverfahren mit voller Wucht treffen."
Laut Peter Westenthaler betreffe das sowohl das Management als auch die Spitze des Gremiums. "Das betrifft das Management gleich wie den roten Vorsitzenden des Stiftungsrates."
Westenthaler kündigt dabei drastische Konsequenzen an: "Im ORF wird kein Stein wird auf dem anderen bleiben! Der Sumpf wird ab Morgen trockengelegt. Das garantiere ich! Das ist meine Aufgabe als Vertreter der ORF-Zwangsgebührenzahler im ORF-Stiftungsrat."