Die Schlammschlacht im ORF beschäftigt am Donnerstag ab 10 Uhr den Stiftungsrat. FP-Mann Peter Westenthaler will "Tabula rasa" machen und Einsicht in sämtliche Unterlagen zur Causa Weißmann.
Eine von ihm verlangte Anhörung des Ex-Generals gibt es nicht: Roland Weißmann – gegen den angeblich weitere Mitarbeiterinnen Vorwürfe erheben – kommt nicht.
Westenthaler will sich mit "einem Vertuschen durch Beauftragung der Compliance-Stelle nicht abfinden". Er kündigt an: "Der Sumpf wird ab heute trockengelegt."
Bereits im Vorfeld bekam die Regierungsspitze Post aus dem Burgenland. Landeschef Hans Peter Doskozil schrieb Kanzler Stocker (VP), Vize Babler (SP) und Meinl-Reisinger (Neos) ein Mail.
Der Landesfürst spricht von einer "Krise" im ORF und übermittelte ein Positionspapier mit fünf Forderungen:
▶ Hearing VfGH und entpolitisierter Stiftungsrat sollen nach Ausschreibung einen Dreiervorschlag für den ORF-Chefjob erarbeiten. Nach einem Hearing im Nationalrat wählt der Bundespräsident.
▶ Fachdirektoren sollen nach Ausschreibung und Hearing im Stiftungsrat bestätigt werden.
▶ Entpolitisierung Maximal ein Drittel im Stiftungs- und Publikumsrat dürfe künftig aus dem staatlichen oder staatsnahen Bereich kommen.
▶ Neue Mehrheiten Bei Personalentscheidungen verlangt Doskozil eine Drei-Fünftel-Mehrheit.
▶ Unabhängige Kontrollinstanz Eine externe Stelle soll die Einhaltung überwachen.
Die Stiftungsratssitzung des ORF startet um 10.00 Uhr – "Heute" ist vor Ort und berichtet LIVE!