An warmen Tagen ist der Gang zur Eisdiele ein Klassiker. Doch bei Preisen von bis zu 2,50 Euro pro Kugel sollte man wissen, was man bekommt. Die schlechte Nachricht: Das ist oft schwieriger als gedacht.
Denn Bezeichnungen wie "aus eigener Herstellung" oder "selbstgemacht" sind rechtlich nicht verbindlich. Dahinter kann echte Handarbeit stecken - oder schlicht das Anrühren von Fertigpulver.
Wie utopia.de berichtet, ist auch ein Blick auf die Zutaten nicht immer möglich. Eisdielen müssen lediglich Allergene und bestimmte Zusatzstoffe kennzeichnen.
Einige optische Merkmale können auf minderwertiges Eis hindeuten: Grellbunte Farben sind oft ein Hinweis auf industrielle Fertigung mit Zusatzstoffen. Auch wenn sich das Eis besonders hoch in der Vitrine türmt, kann das auf den Einsatz von Emulgatoren hinweisen.
Ein weiterer Test: Schmilzt das Eis in der Hand auffällig langsam, wurden wahrscheinlich Emulgatoren zugesetzt. Ein verbreiteter Stoff ist Lecithin (E 322), der als gesundheitlich unbedenklich gilt.
Besonders bei Pistazieneis wird laut einer Recherche des NDR-Verbrauchermagazins "Markt" oft getrickst. Statt echter Pistazien kommen Bittermandel-Aromen zum Einsatz. Für die grüne Farbe sorgen Pflanzenfarbstoffe. Bei der Prüfung wurden sogar Aromastoffe gefunden, die in der EU gar nicht zugelassen sind.
Steht auf dem Schild "Eis mit Pistaziengeschmack" oder "Eis mit Walnussgeschmack", kannst du davon ausgehen, dass der Geschmack nur von Aromen stammt - nicht von echten Nüssen.
Auch die Hygiene gibt Aufschluss über die Qualität: Verschmutzte Schürzen, Eisportionierer oder Behälter deuten auf mangelnde Sorgfalt hin. Wer ganz sicher sein will, fragt am besten direkt beim Personal nach den Zutaten.