Ein virales Video sorgt derzeit für Aufsehen – darin wird behauptet, ein gestohlenes Cézanne-Gemälde hänge im Büro des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Doch die angebliche BBC-Reportage entpuppt sich als komplette Fälschung.
In dem Clip wird erzählt, ein Ende März aus einem Museum nahe Parma entwendetes Bild des Malers Paul Cézanne befinde sich im Präsidialamt in Kiew. Zudem wird behauptet, Selenskyj habe das Kunstwerk von der Mafia erhalten. Für diese Vorwürfe gibt es jedoch keinerlei Grundlage.
Wie die Sender France 24 und Euronews berichten, stammt die angebliche Reportage nicht von der BBC. Auch das präsentierte "Beweismaterial" sei manipuliert. So wurde das Cézanne-Gemälde nachträglich in eine Videobotschaft Selenskyjs eingefügt. In der Originalaufnahme hängt dort ein Werk des ukrainischen Künstlers Andrij Tschebotaru.
Hinter der Fälschung soll laut Recherchen ein Netzwerk stehen, das dem russischen Militärgeheimdienst nahesteht. Verbreitet wurde das Material demnach über ein als "Matrjoschka" bekanntes System kremlnaher Bots. Diese waren bereits in der Vergangenheit durch die Verbreitung gefälschter Inhalte im Namen renommierter westlicher Medien aufgefallen.