Zwischen 1,80 und 2,50 Euro kostet eine Kugel Eis mittlerweile. Da will man wenigstens wissen, dass man gute Qualität bekommt. Doch woran erkennt man hochwertiges Eis ohne Zusatzstoffe?
Die Aufschrift "aus eigener Herstellung" ist leider kein Garant. Denn diese Bezeichnung ist rechtlich nicht verbindlich. Sie kann bedeuten: Fertigpulver anrühren, eine fertige Grundmasse mit Früchten verfeinern oder eben Eis von Grund auf selbst herstellen.
Wie utopia.de unter Berufung auf eine Recherche des NDR-Verbrauchermagazins "Markt" berichtet, wird besonders bei Nusseis häufig geschummelt. Oft ist nicht drin, was drin sein sollte - nämlich Nüsse.
Bei Pistazieneis wird zum Beispiel getrickst, indem Aromen wie Bittermandel-Aroma den fehlenden Nussanteil ausgleichen oder diesen fast gänzlich ersetzen. Der NDR fand sogar Aromastoffe in Pistazieneis, die in der EU gar nicht zugelassen sind.
Um das Pistazieneis nach Pistazie aussehen zu lassen, helfen Hersteller mit färbenden Pflanzenfarbstoffen nach, die für ein sattes Grün sorgen.
Grell-bunte Farben in der Eisvitrine sind ein möglicher Hinweis darauf, dass das Eis industriell hergestellt wurde. Türmt sich das Eis eindrucksvoll in die Höhe, kann das auf den Einsatz von Emulgatoren hinweisen. Diese sorgen dafür, dass sich die Zutaten gut vermischen und das Eis nicht so schnell schmilzt.
Tipp: Steht auf dem Schild "Eis mit Pistaziengeschmack" oder "Eis mit Walnussgeschmack", kannst du davon ausgehen, dass der Geschmack nur durch zugesetzte Aromen kommt - nicht aber von echten Nüssen oder Pistazien. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte in der Eisdiele einfach nachfragen.