Aufschrei in der Gastro-Branche, sehr deutlich zeigt sich: "Wir merken, bei den Jungen geht der Konsum zurück", das sagt Thomas Peschta, Wirtesprecher der Wiener Wirtschaftskammer und selbst Gastronom. Zu "Heute" sagt er: "Sie trinken weniger Alkohol, dafür mehr Soda Zitron oder selbstgemachten Eistee. Insgesamt geht der Konsum der Jungen aber zurück."
Auch deutlich spürbar: Immer mehr junge Menschen teilen sich ihre Hauptspeisen und Desserts. "Das hat Kostengründe", sagt Peschta.
"Sharing ist auch bei uns ein riesiges Thema", wissen die Gastronomen Gaetano Brancato und Gabriel Gabriel. Junge Gäste würden sich in einem ihrer beiden Restaurants (La Mergellina und Il Rione) immer öfter Essen teilen, vor allem Nachspeisen.
Auch, dass Gerichte für den ganzen Tisch bestellt werden oder eine Pizza gemeinsam gegessen wird, beobachten die beiden Inhaber der Lokale zunehmend. Dass das nur preisliche Gründe hat, bezweifeln Gabriel und Brancato: "Dieses gemeinsame Genießen steht im Vordergrund", vermuten sie.
Die Gastronomen sind sich aber sicher: "Junge Gäste gehen nicht mehr wahllos essen, sie wissen genau, was sie wollen, und investieren in Qualität." Außerdem esse die Jugend im Lokal nicht mehr, um satt zu werden – das Erlebnis und die Qualität stünden im Vordergrund.