Wenn Wien im Schnee versinkt, sind sie unterwegs: die Männer und Frauen vom Winterdienst der Stadt Wien. Einer von ihnen ist Daniel Ubell. Er ist seit siebeneinhalb Jahren dabei – und weiß, wie hart der Job sein kann. "Heute" plauderte mit dem erfahrenen Winterdienst-Mitarbeiter.
Daniels bisher wildester Einsatz? "Das wildeste war bisher eigentlich heuer, wo in sehr, sehr kurzer Zeit sehr viel Schnee gefallen ist, der auch liegen geblieben ist und wirklich schön matschig war und das war eine relative Herausforderung, weil man hat vor sich her geräumt und hinter einem war eigentlich schon wieder alles weiß, also da war fast zwölf Stunden Dauereinsatz kann man sagen."
Die größte Herausforderung ist neben dem Wetter der Verkehr: "Die größten Herausforderungen sind an und für sich neben dem regulären Stadtverkehr, der natürlich immer fließen muss und auch mehr oder weniger einen zeitweise manchmal ein bisschen behindert, dass man permanent eigentlich die Konzentration aufrechterhalten muss, weil man wirklich von anderen Pkw-Lenkern, Radfahrern, Fußgängern wirklich auf alles achten muss."
Und trotz hoher Sitzposition gilt: "Und der Lkw ist zwar sehr hoch und man sieht sehr weit, aber unmittelbar neben dem Lkw gibt es viele tote Winkel, die es immer zu beachten gilt."
Für den aktuellen Wintereinbruch ist Wien gerüstet. Laut MA 48 stehen am Donnerstag bis 18:00 Uhr 49 große Streufahrzeuge bereit – ab 18:00 Uhr sind 68 Großraumstreufahrzeuge im Einsatz. Zusätzlich sind 70 private Fuhrwerker informiert und werden je nach Wetterlage am Abend oder in der Nacht alarmiert. Die 143 Kleinfahrzeuge der Straßenreinigung starten am Freitag – je nach Prognose – voraussichtlich ab 00:00 Uhr oder 03:00 Uhr. Auch das Personal wird ab etwa 03:00 Uhr beziehungsweise je nach Bedarf eingesetzt.
Die MA 48 ist für alle öffentlichen Straßen in Wien zuständig – ausgenommen Autobahnen und Schnellstraßen. Auch baulich getrennte Radwege, gemischte Geh- und Radwege sowie rund 90 Prozent der Gehsteige fallen in ihren Aufgabenbereich. Für Gehsteige entlang von Liegenschaften und Privatstraßen sind hingegen Anrainer und Eigentümer verantwortlich.
Die MA 48 bittet Rad- und Scooterfahrerinnen um Geduld, bis die Radwege vollständig geräumt sind. Autofahrerinnen werden ersucht, besonders vorsichtig zu fahren, ausreichend Abstand zu halten und ihre Geschwindigkeit den winterlichen Bedingungen anzupassen.
Denn wenn der Schnee fällt, läuft Wien nur weiter, wenn alle zusammenarbeiten – und die Winterdienst-Teams wieder einmal die Nacht zum Tag machen.