Nüsse in Schokolade gelten für viele als kleine "gesunde Aufwertung" – schließlich stecken in Pistazien, Mandeln & Co. wertvolle Nährstoffe. Doch macht der knackige Zusatz die süße Versuchung wirklich besser für den Körper?
Fest steht: Pistazien sind gesund. Sie enthalten zwar viel Fett (13 Gramm Fett auf 30 Gramm Pistazien), jedoch sind es zu 12 Gramm gesunde, ungesättigte Fettsäuren. Weiters enthalten sie Eiweiß, Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe. Zudem wirken sie antioxidativ und können sich positiv auf Herz und Stoffwechsel auswirken. In reiner Form sind Pistazien also definitiv ein Plus für die Ernährung. Sobald Pistazien jedoch Teil einer Schokolade werden, sieht die Sache anders aus.
Das bedeutet: Die gesundheitlichen Vorteile der Pistazien werden häufig durch den Rest der Zutaten relativiert.
In solchen Fällen liefert sie zumindest zusätzliche Nährstoffe im Vergleich zu reiner Milchschokolade. Trotzdem ist Dubai-Schokolade kein klassisches "Superfood" – auch wenn Pistazien enthalten sind.
Auch andere Nüsse wie Mandeln, Haselnüsse oder Walnüsse können Schokolade grundsätzlich aufwerten. Sie liefern gesunde Fette, Eiweiß, Ballaststoffe sowie wichtige Mineralstoffe wie Magnesium oder Vitamin E. Besonders Walnüsse enthalten zusätzlich Omega-3-Fettsäuren, die als herzfreundlich gelten.
Gleichzeitig gilt aber auch hier: Der gesundheitliche Vorteil hängt stark von der Gesamtzusammensetzung ab. Viele Nussschokoladen enthalten viel Zucker, zusätzliche Fette oder karamellisierte Nüsse, wodurch der positive Effekt schnell relativiert wird.
Kurz gesagt: Nüsse machen Schokolade zwar etwas nährstoffreicher – aus einem Süßigkeitenprodukt wird dadurch aber noch lange kein echtes "Gesundfood".