Beziehung

Datest du einen Plastiksackerl-Typ? 5 klare Anzeichen

Die Plastiksackerl-Theorie sorgt gerade für Gesprächsstoff. Sie erklärt, warum der gemütlichste Mensch oft der anstrengendste Partner sein kann.
Heute Life
10.04.2026, 22:53
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"Mir ist es wurscht, entscheid du" ... "Passt schon so für mich" ... "Mach du halt": Klingt im ersten Moment nach einem unkomplizierten Partner, oder? Jemand, der dir nicht ständig dreinredet und alles bestimmen will. Doch genau dieses Verhalten wird aktuell in den sozialen Medien heiß diskutiert. Denn was anfangs nach Harmonie aussieht, kann mit der Zeit ganz schön ermüdend werden. Du hast es dann mit einem Menschen vom Typ Plastiksackerl zu tun.

Woher stammt die Plastiksackerl-Theorie?

Die Idee kommt vom Männercoach Alessandro Frosali. In einem Insta-Reel vergleicht er passive Partner mit einem schlaffen Plastiksackerl: "Du übernimmst keine Initiative, planst nichts, gehst einfach mit dem Strom und wartest, bis sie alles organisiert", sagt er. Das Video wurde bereits über eineinhalb Millionen Mal angeschaut. Und weiter: "Für deine Partnerin fühlt es sich an, als würde sie mit jemandem leben, der so viel Halt gibt wie ein Plastiksackerl, das den Bach hinuntertreibt."

Frosali spricht zwar gezielt Männer an, aber Fachleute betonen: Dieses Muster gibt es bei allen Geschlechtern. Entscheidend ist die Dynamik – eine Person übernimmt, die andere lässt sich treiben.

Warum der entspannte Typ anfangs so gut ankommt

Am Anfang wirkt ein solcher Partner wie ein sicherer Hafen – gerade, wenn du vorher viel Drama oder Kontrolle erlebt hast. Psychologin Sabrina Romanoff erklärt gegenüber "Self", dass viele nach einer chaotischen Beziehung fehlende Reibung als angenehm empfinden. Doch nach ein paar Monaten oder Jahren zeigt sich: Die Ruhe hat ihren Preis. Und den zahlt meistens der, der alles organisiert. Typisch: Du schlägst einen Wochenendausflug vor, dein Gegenüber sagt zu. Dann passiert – nichts. Keine Ideen, kein Nachfragen, keine Buchung. Am Ende machst du alles selbst oder der Ausflug fällt ins Wasser.

„Das killt mit der Zeit jede Anziehung.“

Ein wirklich entspannter Mensch hat durchaus eine Meinung und steht dafür ein, erklärt Therapeutin Keisha Saunders-Waldron gegenüber dem Portal. Der Plastiksackerl-Typ hingegen vermeidet jede Positionierung. Das ist keine Flexibilität, sondern Orientierungslosigkeit. Dating-Coach Sera Bozza meint gegenüber "Body+Soul": In solchen Beziehungen schleicht sich schnell eine Eltern-Kind-Dynamik ein. "Eine Person übernimmt alles – Organisation, Entscheidungen, sogar die emotionale Regulierung. Die andere bleibt passiv und wartet auf Anweisungen. Das killt mit der Zeit jede Anziehung."

Und was, wenn du dich selbst im Plastiksackerl-Typ erkennst?

Keine Panik. Frosali schreibt auf Instagram, dass er selbst so war: "Ich dachte, easy-going zu sein, ist ein Geschenk für meine Frau. Aber es war eine Last." Sein Tipp: Nicht plötzlich zum Bestimmer werden, sondern langsam Verantwortung übernehmen. "Hör auf, 'ist mir egal' zu sagen, und fang an mit 'ich mach das'. Nimm ihr eine Aufgabe ab – und erledige sie von Anfang bis Ende. Ohne nachzufragen."

Laut Bozza steckt hinter der Passivität oft die Angst vor Konflikten. "Ganz wie du willst" wird zur Strategie, um Ablehnung zu vermeiden, erklärt sie. Ihr Tipp: Fang klein an, zum Beispiel mit "Ich möchte" oder "Ich würde lieber das machen" – und halte die kleine Spannung aus, die das bringt. Denn wie Saunders-Waldron es sagt: "Wirklich entspannt ist, wer gelassen bleibt, wenn etwas nicht nach Plan läuft, aber von Anfang an mit Absicht dabei ist."

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