Psychologe erklärt

DAS verrät, ob du in deiner Beziehung glücklich bist

Was macht eine glückliche Beziehung eigentlich aus? Genau dieser Frage ist der Psychologe und Dating-Coach Guido F. Gebauer nachgegangen.
Heute Life
10.03.2026, 16:20
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In einem Blogbeitrag für seine Plattform "Gleichklang" hat Psychologe und Dating-Coach Guido F. Gebauer sich angeschaut, welche Beziehungsmuster längerfristig glücklich machen – und welche eher nicht. Dafür hat er mehr als 1.000 Menschen befragt. Das Ergebnis: Sowohl klassische monogame Beziehungen als auch offene Partnerschaften können glücklich machen, aber zwei Beziehungsmuster machen besonders unglücklich.

So fest haben die jeweiligen Cluster bestimmte Gestaltungsformen der Liebe gewichtet.
gleichklang.de

Diese Beziehungsmuster machen unglücklich

Bei zwei dieser Muster ist die Zufriedenheit in der Beziehung besonders niedrig, während der Druck und die Belastung sehr hoch sind. Auch das Sexleben kommt hier meist zu kurz.

1
Das Verpflichtungs-Muster
Wer zu diesem Muster zählt, legt viel Wert auf Pflichtgefühl, Familie und Kinder. Doch das kann belastend sein: Es gibt wenig Freiraum, Sexualität spielt eine Nebenrolle. "Es herrscht der Wunsch nach Stabilität und gegenseitiger Versorgung, häufig verbunden mit der Vorstellung, Liebe 'durchzuhalten' oder als Verpflichtung zu leben", schreibt Gebauer.
2
Das Resignations-Muster
"Hier dominieren emotionale-kognitive Resignation und Erschöpfung", erklärt Gebauer. "Es fehlt an Initiative und Nähe; die Beziehung läuft weiter, aber ohne Lebendigkeit." Freiraum gibt es kaum, aber auch keine klare Struktur. Die Beziehung fühlt sich leer an – sie besteht zwar noch, aber ohne echte Gefühle. Rund 22,5 Prozent der Befragten landen in diesem Muster.

Gebauer ordnet das so ein: "Das Verpflichtungscluster zeigt, dass eine Beziehung um jeden Preis – etwa aus Angst vor Trennung, gesellschaftlicher Erwartung oder wegen der Kinder – keine tragfähige Lösung ist. Beziehungen, die primär auf Pflicht, Versorgung oder Nutzen beruhen, bleiben emotional unbefriedigend. Das Resignationscluster macht deutlich, dass auch die reine Abwesenheit von Einsatz und Verpflichtung nicht zu Glück führt."

Diese Muster machen glücklich

Wer dagegen bei der Befragung angibt, in seiner Beziehung glücklich zu sein, legt meist großen Wert auf Freiheit, gegenseitige Unterstützung und Ehrlichkeit.

1
Das offene Freiheits-Muster
Laut Gebauer sind 19 Prozent der Befragten in diesem Muster zu finden: "Es unterscheidet sich deutlich von den vorherigen Gruppen: Beziehungen werden selbstbestimmt, offen und konsensuell nicht monogam geführt." Das heißt: mehr Freiraum, Ehrlichkeit und Unabhängigkeit. Niemand erwartet, dass der Partner für das eigene Glück allein verantwortlich ist.
2
Das monogame Engagement-Muster
Aber auch wer treu bleibt, kann glücklich sein: "Dieses Cluster zeigt ein ausgeglichenes Muster – hohes Engagement, stabile monogame Orientierung und gegenseitige Unterstützung. Beziehungen werden emotional erfüllt und verlässlich erlebt – als gemeinsame Basis", so Gebauer. Mit 41,3 Prozent gehört der Großteil der Befragten zu diesem Muster.
Nicht nur die Beziehungszufriedenheit, auch die sexuelle Zufriedenheit ist bei Cluster 3 und 4 deutlich höher.
gleichklang.de

Warum funktionieren diese beiden Muster so gut? "Das Engagement- und das Freiheitscluster zeigen zwei funktionale, aussichtsreiche, aber unterschiedliche Wege zum Beziehungsglück; ein traditionell-monogames und ein freiheitsorientiertes, konsensuell nicht monogames Modell – beide gehen mit hoher Zufriedenheit einher. Unterschiedliche Lebensformen können also zum gleichen Glück führen, wenn Vertrauen, Respekt und Engagement gegeben sind", schreibt Gebauer.

{title && {title} } red, {title && {title} } 10.03.2026, 16:20
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