Fast jeder kennt es: Man entdeckt einen Pickel – und kann einfach nicht widerstehen. Obwohl wir wissen, dass Ausdrücken die Haut reizen und sogar Narben hinterlassen kann, tun es viele trotzdem. Doch warum ist das so?
Der wichtigste Grund liegt in unserem Gehirn. Wenn wir einen Pickel ausdrücken, erleben wir ein Gefühl von Erleichterung und Kontrolle. Das Gehirn schüttet dabei sogar kleine Mengen an Dopamin aus – ein Botenstoff, der uns ein gutes Gefühl gibt.
Kurz gesagt: Es fühlt sich einfach befriedigend an.
Pickel werden oft als störend oder "unrein" wahrgenommen. Unser Gehirn ist darauf programmiert, Unregelmäßigkeiten zu erkennen und zu beseitigen.
Dieses Verhalten ist eng mit unserem Wunsch nach Ordnung und Perfektion verbunden.
Für viele wird das Ausdrücken von Pickeln auch zur Gewohnheit – ähnlich wie Nägelkauen oder Haarezwirbeln.
Bei manchen Menschen kann das Verhalten stärker ausgeprägt sein. Dann spricht man von Skin Picking (Dermatillomanie) – einer Zwangsstörung, bei der Betroffene ihre Haut immer wieder bearbeiten.