Nach zwei Meistertiteln in Folge führen die Grazer auch nach 26 Bundesliga-Runden die Tabelle wieder an, zwei Punkte vor dem Verfolger LASK Linz. Am Sonntag (17 Uhr) kommt es nun zum Spitzenspiel der heimischen Liga.
Red Bull Salzburg taumelt hingegen durch die Saison, verlor zuletzt spät gegen die Stahlstädter mit 2:3. Platz drei und fünf Zähler Rückstand sind das Resultat. Von der Bullen-Dominanz der 2010er Jahre sind die Mozartstädter meilenweit entfernt. Es könnte stattdessen zu einem historisch schlechten Ergebnis der Salzburger kommen, denn die waren seit dem Beginn der Red-Bull-Ära stets unter den Top-Zwei. Nun droht ein schlechterer Rang.
Ist die Bullen-Dominanz also endgültig beendet? Darüber diskutierte "Heute"-Redakteur Max Rosmanith im "Heute-Standpunkt" mit "Laola1"-Redakteur Jonas Pamperl. "Dass Salzburg nicht mehr diesen Red-Bull-Fußball spielt, wie man es gewohnt war, hängt auch mit der Transferpolitik zusammen. Man hat diese Spieler nicht mehr, die den Punch bringen können. Es ist behäbiger, zum Zuschauen mühsamer geworden", erklärte Rosmanith. "Pressen kann mittlerweile jede Bundesliga-Mannschaft. Das alleine reicht nicht mehr. Und Salzburg hat nicht mehr die Spielerqualität", so Pamperl.
Ein Problem seien auch die häufigen Trainerwechsel der letzten Jahre gewesen, hier sei "kein gemeinsamer Nenner" erkennbar, meinte Pamperl. Allerdings würde den Bullen der geänderte Transfermarkt zu schaffen machen. Stars wie Erling Haaland oder Dominik Szoboszlai kommen nicht mehr in die Mozartstadt. "Diese Spielertypen, die man früher bekommen hat, bekommt man nicht mehr. Der Fußball hat sich verändert, das Konzept, das Salzburg ausgemacht hat, kann nicht mehr funktionieren", unterstrich Rosmanith.
Die gesamte Diskussion seht ihr oben im Video.