Das lange Warten ist vorbei. 1998 hatte sich Rot-Weiß-Rot zum bisher letzten Mal für eine WM-Endrunde qualifiziert, schied damals in Frankreich in der Vorrunde aus. 28 Jahre später ist die ÖFB-Auswahl wieder dabei. Österreich spielte in der WM-Qualifikation groß auf. Da stellt sich natürlich die Frage: Wird das Fußball-Spektakel erfolgreicher als die Europameisterschaft 2024? Da erreichte das Team von Ralf Rangnick immerhin als Gruppensieger das Achtelfinale, da war dann gegen die Türkei Endstation.
"Von der Papierform her ist es schwer, ins Achtelfinale zu kommen. Man hat die Zwischenrunde mit dem Sechzehntelfinale. Und wenn man davon ausgeht, dass man hinter Argentinien Zweiter in der Gruppe wird und Spanien seine Gruppe gewinnt, dann trifft man im Sechzehntelfinale auf Spanien", erklärte "Heute"-Sportchef Klaus Pfeiffer im "Heute"-Standpunkt, fügte an: "Da hängen die Trauben schon sehr hoch. Aber auf dem Platz schaut es meistens anders aus, als vorher auf dem Papier."
"Ich lehne mich so weit hinaus und sage, wir werden mindestens gleich erfolgreich. Ich gehe schon davon aus, dass wir die Gruppe überstehen. Und da das Sechzehntelfinale gleichbedeutend mit dem EM-Achtelfinale ist: Ja, das wird eine erfolgreiche WM", meinte Patrick Gstettner von "Laola1". "Ich traue uns auch, wurscht wer kommt, den großen Wurf zu, dass wir auch ins WM-Achtelfinale aufsteigen", ergänzte er.
Die schmerzhafte Niederlage gegen die Türkei vor zwei Jahren habe das Team jedenfalls reifen lassen. "Der Gegner war sehr gut eingestellt. Das Team wird, wenn es die Gruppe übersteht, und das wird es wohl, noch ein bisschen fokussierter sein", meinte Pfeiffer. "Wir sind ein unangenehmer Gegner, den man einmal schlagen muss. Ich glaube, dass kaum eine Nation auf uns treffen mag, weil wir sehr unangenehm sind", so Gstettner.
"Ich traue Österreich das Achtelfinale zu. Das ist dann eh schon die Kirsche auf der WM-Torte", schob Gstettner an. "Ich lehne mich aus dem Fenster und sage: Österreich gewinnt die Gruppe", sagte Pfeiffer dann. "Man hat schon vor zwei Jahren bei der WM gezeigt, dass man Frankreich und die Neiderlande aus dem Rennen genommen hat, dass man gegen spielstarke Mannschaften Chancen hat. Am Papier ist Argentinien natürlich der Favorit, aber sie sind nicht dafür bekannt, dass sie in der Vorrunde ein Feuerwerk abbrennen", erklärte der "Heute"-Sportchef, rechnete dann vor, dass man womöglich mit einem Remis gegen den amtierenden Weltmeister sogar wirklich die Gruppe gewinnen könnte.
"Eine Weltmeisterschaft lebt von Sensationen. Warum sollte Österreich die nicht liefern", so Pfeiffer.