Mit dem Samsung Galaxy S26 Ultra schickt Samsung erneut sein technologisches Aushängeschild ins Rennen um den Titel des besten Android-Smartphones des Jahres. Die Ultra-Modelle der Galaxy-S-Serie gelten seit Jahren als Sammelbecken für alles, was der Konzern technisch aufzubieten hat: die stärkste Kamera, das größte Display, die höchste Leistung und eine Funktionsfülle, die andere Geräte oft erst Monate später erreichen. Auch 2026 bleibt Samsung dieser Strategie treu. Das S26 Ultra tritt mit einem riesigen Display, einer 200-Megapixel-Kamera, einem neuen Hochleistungsprozessor und zahlreichen KI-Funktionen an. Gleichzeitig bringt das Gerät auch einige ungewöhnliche Neuerungen mit.
Hervor sticht etwa ein integriertes Privacy-Display, das neugierige Blicke von der Seite erschweren soll. Doch wie gut ist das neue Ultra-Smartphone wirklich? Ist es tatsächlich der nächste Evolutionsschritt in der Premiumklasse – oder lediglich ein behutsames Update seines Vorgängers? Ein ausführlicher Blick auf Hardware, Kamera, Leistung, Software und Alltagstauglichkeit liefert Antworten. Samsung setzt weiter auf ein Design, das sich über die Jahre etabliert hat. Die Ultra-Modelle folgen einer klaren Linie – kantige Seiten, ein großes Display und eine minimalistische Rückseite, auf der die Kameralinsen einzeln aus dem Gehäuse herausragen. Dieses Mal sind die drei Hauptlinsen von einer pillenförmigen Insel umfasst.
Mit einer Dicke von rund 7,9 Millimetern und einem Gewicht von etwa 214 Gramm gehört das Gerät zwar weiterhin zu den größeren Smartphones, wirkt aber überraschend schlank für ein Modell mit einem fast sieben Zoll großen Display. Das Gehäuse wird von einem stabilen Rahmen aus Armor-Aluminium zusammengehalten, während Vorder- und Rückseite durch besonders widerstandsfähiges Glas geschützt werden. Samsung setzt hier auf Corning Gorilla Armor 2 sowie Gorilla Glass Victus 2, die sowohl Kratzern als auch Stürzen besser widerstehen sollen als frühere Generationen. Titan wie bei früheren Generationen gibt es aber nicht mehr.
Neben der robusten Glas-Metall-Konstruktion verfügt das Smartphone über eine IP68-Zertifizierung, wodurch es gegen Staub und Wasser vollständig geschützt ist. Kurzzeitiges Untertauchen in Süßwasser oder ein Regenschauer stellen somit kein Problem dar. Gerade bei einem Gerät dieser Preisklasse gehört ein solcher Schutz inzwischen zum Standard. Samsung bietet das Gerät in mehreren Farbvarianten an. Dazu gehören unter anderem "Cobalt Violet" (Violett), "Sky Blue" (Hellblau), "Black" (Schwarz) und "White" (Weiß). Zusätzlich gibt es über den Samsung-Onlineshop exklusive Varianten wie "Silver Shadow" (ein luxuriöses Silbergrau) und "Pink Gold" (eine Art Roségold). Preislich startet das Galaxy S26 Ultra bei 1.449 Euro.
Der wohl auffälligste Bestandteil des Samsung Galaxy S26 Ultra ist sein riesiges Display. Samsung verbaut hier ein 6,9-Zoll-Panel mit Dynamic-AMOLED-Technologie und einer hohen Auflösung von 1.440 x 3.120 Pixel im QHD+-Bereich. Die Bildwiederholrate passt sich dynamisch an und kann bis zu 120 Hertz erreichen. Dadurch wirken Animationen und Scrollbewegungen besonders flüssig – ein Effekt, der sich sowohl beim Gaming als auch im alltäglichen Gebrauch bemerkbar macht. Wie bei Samsung üblich, überzeugt das Panel vor allem durch starke Kontraste, kräftige Farben und sehr gute Blickwinkelstabilität. Revolutionär ist allerdings das in dieser Generation erstmals eingesetzte Privacy-Display.
Dabei handelt es sich um eine Hardwarefunktion, die den Blickwinkel des Bildschirms einschränken kann. Aktiviert man diese Funktion, wird der Bildinhalt für Personen, die seitlich auf das Smartphone schauen, deutlich schwerer bis hin zu gar nicht mehr erkennbar. Das soll primär in öffentlichen Situationen helfen – etwa in der U-Bahn, im Flugzeug oder im Café. Der Bildschirm bleibt für den Nutzer selbst weiterhin klar sichtbar, während neugierige Blicke von der Seite kaum Details erkennen und meist nur eine schwarze Fläche sehen können. Diese Funktion ersetzt gewissermaßen die Privacy-Folien, die bislang separat aufgeklebt werden mussten. Aber: Es können auch nur Bereiche des Bildschirms oder Apps geschützt werden.
Tests zeigen allerdings auch einen kleinen Nebeneffekt dieser Technik. Die maximale Helligkeit des Displays fällt etwas niedriger aus als beim Vorgänger. Der Unterschied ist im Alltag aber meist kaum sichtbar, und die 2.600 Nits Spitzenhelligkeit sorgen dafür, dass alle Inhalte auch im gleißenden Sonnenlicht problemlos ablesbar sind. Für viele Nutzer dürfte der zusätzliche Schutz der Privatsphäre ohnehin wichtiger sein als ein kaum merkbar helleres Panel. Keinerlei Kompromisse gibt es bei der Leistung. Im Inneren des Samsung Galaxy S26 Ultra arbeitet der speziell angepasste Snapdragon 8 Elite Gen 5 for Galaxy. Dieser Prozessor wurde für das Gerät optimiert und soll gegenüber dem Vorgänger deutliche Leistungssteigerungen bringen.
Samsung spricht von rund 19 Prozent schnellerer CPU, 24 Prozent stärkerer Grafikleistung und 39 Prozent mehr Leistung bei KI-Berechnungen. Um die hohe Leistung dauerhaft abrufen zu können, hat Samsung auch das Kühlsystem überarbeitet. Eine größere Vapor-Chamber verteilt die entstehende Wärme effizienter im Gerät. In Kombination mit einem neuen thermischen Interface-Material soll das System rund 20 Prozent effizienter arbeiten als zuvor. Gerade bei grafikintensiven Spielen oder längeren Videoaufnahmen hilft diese Verbesserung, die Leistung stabil zu halten. Erneut gilt: Das Ultra-Modell ist eine Art Highend-Rechner im Mini-Format, der von Multitasking über Bildbearbeitung bis zu Videoschnitt alles problemlos bewältigt.
Das Smartphone wird in mehreren Konfigurationen angeboten. Zur Auswahl stehen Varianten mit 256 Gigabyte (GB) internem Speicher und 12 GB Arbeitsspeicher, 512 GB und 12 GB sowie 1 Terabyte (TB) und 16 GB. Die Maximalvariante knackt mit 1.949 Euro beinahe die 2.000-Euro-Marke. Der interne Speicher basiert auf der schnellen UFS-4.0-Technologie, die hohe Datenraten ermöglicht. Eine Erweiterung per microSD-Karte gibt es weiterhin nicht mehr. Die Kamera war indes schon immer das zentrale Verkaufsargument der Ultra-Serie – und auch beim Samsung Galaxy S26 Ultra steht sie im Mittelpunkt. Das System besteht aus insgesamt vier Kameras. Im Zentrum steht eine 200-Megapixel-Hauptkamera, flankiert von drei weiteren.
Zur Hauptkamera gesellen sich ein 50-Megapixel-Ultraweitwinkel, eine 50-Megapixel-Telekamera mit fünffachem Zoom und eine 10-Megapixel-Telekamera mit dreifachem Zoom. Ergänzt wird das Setup durch eine 12-Megapixel-Frontkamera. Am Papier blieb die Kameraausstattung zwar gleich, aber in den Details hat sich aber Wesentliches getan. Besonders interessant ist die neue Blende der Hauptkamera. Sie liegt bei f/1.4 und lässt damit deutlich mehr Licht auf den Sensor fallen als zuvor (f/1.7). Das hat vor allem bei Nachtaufnahmen Vorteile: Bilder wirken heller, Details bleiben besser erhalten und Bildrauschen wird reduziert. Auch der Ultraweitwinkel ist nun lichtempfindlicher – f/2.9 statt f/3.4.
Samsung kombiniert diese Hardware mit seiner sogenannten ProVisual Engine – einer Bildverarbeitung, die Fotos automatisch optimiert. Top: Fotos bleiben trotz Nachbearbeitung natürlich. Ein klassisches Markenzeichen der Ultra-Serie bleibt der starke Zoom. Dank des Periskop-Teleobjektivs mit fünffachem optischem Zoom und zusätzlichem Qualitätszoom lassen sich weit entfernte Motive vergleichsweise detailreich fotografieren. Gerade bei Naturaufnahmen oder Konzerten spielt diese Fähigkeit ihre Stärken aus. Digital wird maximal 100x gezoomt. Auch bei Videos hat Samsung nachgelegt. Eine neue Stabilisierungstechnologie sorgt dafür, dass Videoaufnahmen selbst bei starken Bewegungen des Geräts ruhig wirken.
Ein spezieller Modus kann den Horizont automatisch stabil halten – sogar bei Drehbewegungen des Smartphones. Dadurch wirken Aufnahmen beinahe so, als wären sie mit einem mechanischen Gimbal aufgenommen worden. Qualitativ sind bis zu 8K-Clips mit 60 Bildern pro Sekunde möglich. Beim Akku verfolgt Samsung mit dem Galaxy S26 Ultra eine Strategie, die man als konservativ bezeichnen kann. Wie bereits beim Vorgängermodell setzt der Hersteller erneut auf eine Kapazität von 5.000 mAh und Lithium-Ionen-Technik. Auf den ersten Blick wirkt das wenig spektakulär. Samsung konzentrierte sich stattdessen darauf, die Effizienz des gesamten Systems zu verbessern. Und das ist hervorragend gelungen.
Der neue Prozessor arbeitet deutlich energieeffizienter als die Generation zuvor, gleichzeitig hat Samsung die Energieverwaltung im Betriebssystem weiter optimiert. Hinzu kommt, dass das Display seine Bildwiederholrate dynamisch anpasst und bei statischen Inhalten automatisch Energie spart. All diese Faktoren tragen dazu bei, dass das Galaxy S26 Ultra trotz identischer Akkugröße spürbar länger durchhält als sein Vorgänger. Selbst bei intensiver Nutzung mit viel Streaming, Social-Media-Apps, Navigation und Fotografie schafft das Smartphone problemlos einen kompletten Tag ohne Zwischenladen. Im direkten Vergleich mit vielen anderen Premium-Smartphones gehört das S26 Ultra damit weiterhin zu den ausdauernden Geräten der Klasse.
Wer sein Smartphone hauptsächlich für Messaging, Web-Browsing und gelegentliche Fotos nutzt, wird in vielen Fällen sogar erst am zweiten Tag wieder zur Steckdose greifen müssen. Gerade für Vielnutzer ist das ein entscheidender Vorteil im Alltag. Während die Akkukapazität unverändert bleibt, hat Samsung zumindest bei der Ladegeschwindigkeit nachgelegt. Das Galaxy S26 Ultra unterstützt kabelgebundenes Schnellladen mit bis zu 60 Watt. Dadurch lässt sich ein Großteil der Akkuladung innerhalb kurzer Zeit wiederherstellen. In der Praxis bedeutet das, dass bereits nach rund einer halben Stunde ein Großteil des Akkus wieder gefüllt ist. Auch kabelloses Laden und Reverse Wireless Charging gehören weiterhin zum Funktionsumfang.
Beim Betriebssystem setzt Samsung auf die Kombination aus Android 16 und der hauseigenen Benutzeroberfläche One UI 8.5. Die Oberfläche gehört inzwischen zu den umfangreichsten Android-Systemen auf dem Markt. Das Design wirkt aufgeräumt und modern, gleichzeitig bietet die Software zahlreiche Anpassungsmöglichkeiten. Viele Funktionen sind darauf ausgelegt, die Bedienung auf großen Smartphones zu erleichtern. Menüs befinden sich häufig im unteren Bereich des Displays, damit sie auch mit einer Hand erreichbar bleiben. Zudem erlaubt One UI zahlreiche Personalisierungen, angefangen bei Themes über Widgets bis zu individuellen Einstellungen für einzelne Apps. Erkennbar ist der wachsende Einfluss künstlicher Intelligenz.
Ein zentrales Thema beim Galaxy S26 Ultra ist die zunehmende Integration von KI in den Alltag des Smartphones. Samsung bündelt viele dieser Funktionen unter dem Begriff Galaxy AI. Dabei handelt es sich um verschiedene intelligente Werkzeuge, die bestimmte Aufgaben automatisieren oder erleichtern. Im Alltag äußert sich das beispielsweise in automatischen Zusammenfassungen von Texten, intelligenter Bildbearbeitung oder erweiterten Suchfunktionen. Auch Sprachübersetzungen können in Echtzeit erfolgen, was besonders bei internationalen Gesprächen hilfreich sein kann. Einige Funktionen greifen auf externe KI-Modelle zurück, während andere direkt auf dem Gerät berechnet werden.
Das Galaxy S26 Ultra bietet eine Vielzahl an intelligenten Features, doch nicht jede davon dürfte regelmäßig genutzt werden. Manche Anwender könnten sich von der großen Funktionsfülle sogar etwas überfordert fühlen. Dennoch zeigt sich klar, wohin die Reise im Smartphone-Markt geht. Künstliche Intelligenz entwickelt sich zunehmend zu einem zentralen Bestandteil moderner Geräte, und Samsung gehört zu den Herstellern, die diese Entwicklung besonders konsequent vorantreiben. Ein Erbe der früheren Galaxy-Note-Reihe ist übrigens der im Ultra erneut integrierte S Pen. Der Stylus steckt direkt im Gehäuse des Smartphones und lässt sich bei Bedarf herausziehen. Er ermöglicht eine äußerst präzise Eingabe auf dem Display.
Nutzer können damit handschriftliche Notizen erstellen, Dokumente kommentieren oder kreative Zeichnungen anfertigen. Besonders praktisch ist die Möglichkeit, Notizen auch bei ausgeschaltetem Bildschirm zu erstellen. Sobald der Stift aus dem Gehäuse gezogen wird, öffnet sich automatisch ein entsprechender Modus. Dadurch lassen sich spontane Gedanken oder Erinnerungen schnell festhalten. Schade: Bluetooth bleibt beim Stylus seit dem Vorgänger gestrichen. Auch im Multimedia-Bereich zeigt sich das Galaxy S26 Ultra von seiner starken Seite. Die Stereo-Lautsprecher liefern einen klaren, kräftigen Klang. Stimmen werden deutlich wiedergegeben, während Musik und Filme eine angenehme räumliche Wirkung entfalten.
Trotz harter Konkurrenz behauptet sich das Galaxy S26 Ultra weiterhin an der Spitze der Android-Premiumklasse der Smartphones. Besonders bei Display-Qualität, Kamera-Flexibilität und Software-Unterstützung (es gibt sieben Jahre lang Betriebssystem-Updates und Sicherheits-Patches) bleibt Samsung eine wichtige Referenz. Zu den größten Stärken zählen zweifellos die vielseitige Kamera, das brillante Display und die starke Gesamtleistung. Auf der anderen Seite bewegt sich der Preis in einem Bereich, der sogar im Premiumsegment weit oben liegt. Darüber hinaus hätten sich manche Nutzer beim Akku wohl eine größere technologische Innovation gewünscht. Aber: Viele Verbesserungen des Smartphones finden im Detail statt.
Das Galaxy S26 Ultra zeigt eindrucksvoll, wie weit sich moderne Smartphones entwickelt haben. Samsung vereint hier eine enorme Rechenleistung, ein großes und hochwertiges Display sowie eine äußerst vielseitige Kamera in einem einzigen Gerät. Hinzu kommen zahlreiche Software- und KI-Funktionen, die das Smartphone zu einem leistungsstarken Allrounder machen. Im Alltag überzeugt das Gerät vor allem durch seine starke Performance, seine lange Akkulaufzeit und seine hochwertige Verarbeitung. Auch die Kamera gehört zu den besten Systemen, die derzeit in Smartphones zu finden sind. Gleichzeitig bleibt das S26 Ultra eher eine konsequente Weiterentwicklung, bietet als radikale Neuerfindung aber ein innovatives Display.