Goldener Windbeutel

Das sind die 5 dreistesten Werbelügen 2026

Foodwatch hat fünf Produkte nominiert, die Kunden im Supermarkt am meisten in die Irre führen. Jetzt kann abgestimmt werden.
Technik Heute
12.06.2026, 18:02
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Jedes Jahr kürt Foodwatch mit dem Goldenen Windbeutel das Produkt, das Konsumenten am dreistesten täuscht. Auch heuer stehen wieder fünf bekannte Produkte zur Wahl - von geschrumpften Kaugummis über teure Gesundheitsversprechen bis hin zu Trendzutaten, die auf der Verpackung groß herausgestellt werden, im Produkt aber kaum enthalten sind.

Die Aktion macht auf ein Problem aufmerksam, das viele beim Einkaufen kennen: Verpackungen versprechen mehr, als der Inhalt am Ende hergibt. Mal geht es um versteckte Preiserhöhungen, mal um fragwürdige Gesundheitsclaims.

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Wie chip.de berichtet, zeigen die diesjährigen Nominierungen, wie sich Verbrauchertäuschung verändert hat. Früher ging es oft um klassische Light- oder Wellness-Versprechen. Heute kommen neue Maschen dazu: Shrinkflation, Trendzutaten-Marketing und Gesundheitswerbung, die Produkte wertvoller wirken lässt, als sie sind.

Die fünf Kandidaten für den Negativpreis

Dr. Oetkers Airfryer Backin wird als Innovation für die Heißluftfritteuse vermarktet - soll aber kein besseres Ergebnis liefern als normales Backpulver. Bei den Airwaves Cool Cassis Kaugummis von Mars stecken nur noch zehn statt früher zwölf Stück in der Packung, der Preis blieb aber gleich.

Beim Bio-Joghurt Matcha Mango von Andechser Natur steht Matcha groß auf der Verpackung, der Anteil ist aber minimal - dafür enthält das Produkt viel Zucker. Das LaVita Mikronährstoffkonzentrat wirbt mit Gesundheit und Natürlichkeit, ist aber sehr teuer und ersetzt keine ausgewogene Ernährung.

Die Oh Yeah Bear Libido Vitamin Gummibärchen von Beautyears versprechen mehr Lust im Liebesleben. Foodwatch kritisiert: Es handle sich um teure Zuckerbärchen, deren beworbene Wirkung nicht belegt sei.

Warum der Preis für Hersteller unangenehm ist

Verbraucher können online abstimmen, welches Produkt den Goldenen Windbeutel 2026 für die dreisteste Werbelüge bekommen soll. Der Preis ist zwar keine behördliche Strafe, bringt aber genau die Art von Öffentlichkeit, die Marken nicht wollen: Plötzlich reden Konsumenten über Täuschung statt über Qualität.

In den vergangenen Jahren haben einige Unternehmen nach der Kritik ihre Werbung geändert oder Produkte angepasst. Genau darauf zielt die Aktion ab: Druck erzeugen, wo gesetzliche Regeln aus Sicht von Verbraucherschützern zu schwach sind.

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