Im WM-Auftaktspiel holten die Waliser mit großem Einsatz ein 1:1-Remis gegen die USA. Gareth Bale versenkte in der 82. Minute einen Elfmeter zum Ausgleich der "roten Drachen". Wales darf weiter vom Aufstieg träumen, die Spieler jubelten deshalb auf dem Rasen. Nicht allerdings Williams, der nur Stunden zuvor eine traurige Nachricht erfahren hatte.
Der 21-Jährige weinte noch auf dem Spielfeld bittere Tränen, hielt sich die Hände vors Gesicht, ehe er auf die Knie fiel und gen Himmel blickte. Seine Teamkollegen trösteten ihn schließlich. Zunächst glaubten Fans und Experten, der Rechtsverteidiger sei einfach stolz auf die Leistung bei seinem ersten WM-Spiel gewesen, nun wurde bekannt, dass Williams nur 24 Stunden zuvor vom tragischen Tod seines Großvaters erfahren hatte. Der verstarb am Sonntagabend.
"Gestern habe ich die härteste Nachricht erhalten, die ich je erfahren hätte können. Meine Mutter teilte mir mit, dass mein Opa verstorben ist. Er ist überall auf der Welt hingereist, um mir beim Spielen zuzusehen", schrieb Williams in sozialen Netzwerken.
Trotzdem stand für den Waliser ein Einsatz nicht zur Diskussion. Williams spielte – auch für seinen Großvater. Und bot eine starke Leistung gegen die USA. "Von einem ganzen Tag hindurch weinen bis hin zu meinem ersten WM-Spiel, es war extrem hart für mich. Aber ich habe es überstanden. Dank meiner Familie und dank meiner Mitspieler", so Williams.