Sie bringen Fahrgäste sicher ans Ziel, arbeiten oft nachts, an Wochenenden und an Feiertagen und kennen ihre Stadt meist wie ihre Westentasche. Taxifahrer sorgen täglich dafür, dass Menschen auch dann mobil bleiben, wenn Bus oder Bahn nicht mehr fahren. Doch wie hoch ist das Gehalt in diesem Beruf? Die aktuellen Zahlen zeigen: Der kollektivvertragliche Mindestlohn liegt seit Anfang 2026 bei 2.060 Euro brutto pro Monat. Wie viel am Ende tatsächlich am Gehaltszettel steht, hängt aber von mehreren Faktoren ab.
Das Einkommen im Taxigewerbe richtet sich nach dem Kollektivvertrag für das Personenbeförderungsgewerbe. Für Arbeiter im Taxigewerbe beträgt der gesetzliche Mindestlohn seit dem 1. Jänner 2026 2.060 Euro brutto pro Monat.
Der tatsächliche Verdienst liegt häufig nicht exakt auf Höhe des Mindestlohns. Durchschnittlich erzielten Taxifahrer in den vergangenen Jahren laut Gehaltsübersichten ein Jahresbruttogehalt zwischen rund 23.700 und 26.500 Euro. Das entspricht – je nach Beschäftigungsausmaß und Arbeitgeber – etwa 1.690 bis 1.890 Euro brutto pro Monat, wobei diese Durchschnittswerte Teilzeitbeschäftigungen und unterschiedliche Arbeitsmodelle mitberücksichtigen können.
Vor allem in größeren Städten wie Wien fallen die Einkommen oft höher aus als in ländlichen Regionen. Dort sorgen mehr Fahrgäste und eine höhere Auslastung häufig für bessere Verdienstmöglichkeiten.
Ein wesentlicher Teil des Einkommens entsteht im Taxi-Alltag durch Trinkgelder. Sie sind nicht Teil des kollektivvertraglichen Grundlohns, verbessern das monatliche Nettoeinkommen vieler Fahrer aber spürbar.
Wie hoch dieser zusätzliche Betrag ausfällt, lässt sich nicht pauschal sagen. Er hängt unter anderem von der Anzahl der Fahrten, der Kundschaft und dem Einsatzgebiet ab.
Viele Taxifahrer arbeiten dann, wenn andere bereits Feierabend haben. Nachtfahrten sowie Einsätze an Sonn- und Feiertagen gehören in der Branche zum Alltag. Je nach Arbeitgeber und Arbeitsvertrag können dafür zusätzliche Zuschläge bezahlt werden.
Auch leistungsabhängige Vergütungen oder Provisionen sind in manchen Betrieben üblich. Dadurch kann das tatsächliche Einkommen deutlich über dem kollektivvertraglichen Mindestlohn liegen.
Ob ein Taxifahrer in Wien, Graz, Linz oder einer kleineren Gemeinde unterwegs ist, macht beim Einkommen oft einen Unterschied. In Ballungsräumen gibt es meist mehr Fahrgäste und damit mehr Umsatzmöglichkeiten. Auf dem Land können längere Wartezeiten zwischen den Fahrten den Verdienst dagegen verringern.
Neben dem Standort spielen auch Berufserfahrung, Arbeitszeitmodell und die Zahl der geleisteten Schichten eine wichtige Rolle.
Die aktuellen Zahlen zeigen: Seit Anfang 2026 liegt der kollektivvertragliche Mindestlohn für Taxifahrer in Österreich bei 2.060 Euro brutto pro Monat. Im Arbeitsalltag sorgen Trinkgelder, Nacht- und Feiertagszuschläge sowie mögliche Provisionen häufig dafür, dass das tatsächliche Einkommen über diesem Grundbetrag liegt. Wie viel am Monatsende tatsächlich verdient wird, hängt daher stark vom Einsatzgebiet und den geleisteten Diensten ab.