Sie unterrichten Kinder und Jugendliche, bereiten auf Prüfungen vor und begleiten ihre Schüler oft über viele Jahre hinweg. Lehrerinnen und Lehrer übernehmen eine zentrale Rolle im Bildungssystem. Doch wie hoch ist das Gehalt für diesen Beruf? Die aktuellen Gehaltstabellen zeigen, dass bereits Berufseinsteiger auf ein Einkommen von mehr als 3.600 Euro brutto pro Monat kommen können – abhängig von Ausbildung und Schulart.
Seit dem 1. Juli 2026 gelten für Lehrkräfte im öffentlichen Dienst neue Gehälter. Wie bei anderen öffentlich Bediensteten wurden die Bezüge im Rahmen des aktuellen Gehaltsabschlusses um die rollierende Inflation plus 0,3 Prozent erhöht. Die Gehälter werden in Österreich 14-mal pro Jahr ausbezahlt und umfassen damit auch Urlaubs- und Weihnachtsgeld.
Im Pädagogischen Dienst beziehungsweise für Vertragslehrkräfte liegt das monatliche Einstiegsgehalt derzeit bei mindestens 3.636,40 Euro brutto. Auf 14 Gehälter gerechnet ergibt das ein Mindestjahresgehalt von rund 50.900 Euro brutto.
Wie hoch das tatsächliche Einkommen ausfällt, hängt allerdings vom jeweiligen Dienstrecht, der Schulform und der Einstufung ab. Nicht alle Lehrer beginnen daher mit demselben Gehalt.
Die Gehaltstabellen unterscheiden mehrere Verwendungsgruppen. Lehrkräfte der Verwendungsgruppe L 3, etwa an Fachschulen, starten mit rund 2.766 Euro brutto pro Monat. Für Volksschul- und Sonderschullehrer der Verwendungsgruppe L 2b 1 beträgt das Einstiegsgehalt rund 2.890 Euro brutto monatlich. Lehrkräfte an Mittelschulen der Verwendungsgruppe L 2a 2 beginnen mit rund 3.220 Euro brutto.
Das höchste Einstiegsgehalt unter den genannten Gruppen erhalten Lehrer der Verwendungsgruppe L 1, etwa an Allgemeinbildenden Höheren Schulen (AHS) oder Berufsbildenden Höheren Schulen (BHS) mit Masterabschluss. Sie starten mit rund 3.636 Euro brutto pro Monat.
Zum Grundgehalt kommen je nach Tätigkeit verschiedene Zulagen hinzu. Dazu zählen etwa Vergütungen für die Funktion als Klassenvorstand, Kustariate oder besondere Fachbereiche. Auch für den Unterricht in Deutschförderklassen beziehungsweise Deutsch als Zweitsprache (DAZ) können zusätzliche Zulagen bezahlt werden.
Dadurch liegt das tatsächliche Einkommen vieler Lehrkräfte über dem jeweiligen Grundgehalt. Welche Zuschläge zustehen, richtet sich nach Einsatzgebiet und übernommenen Aufgaben.
Wie im öffentlichen Dienst üblich bleibt das Einkommen nicht dauerhaft auf der Einstiegsstufe. Mit zunehmender Berufserfahrung steigen Lehrer automatisch in höhere Gehaltsstufen auf. Dadurch erhöht sich das Grundgehalt regelmäßig, ohne dass die Schule oder der Arbeitgeber gewechselt werden muss.
Zusätzliche Qualifikationen oder besondere Funktionen innerhalb einer Schule können sich ebenfalls positiv auf das Einkommen auswirken.
Der Lehrerberuf bietet nicht nur ein geregeltes Gehalt, sondern auch transparente Entwicklungsmöglichkeiten. Die Besoldung ist gesetzlich geregelt und orientiert sich an der jeweiligen Verwendungsgruppe sowie den Dienstjahren.
Die aktuellen Zahlen zeigen: Je nach Ausbildung und Schulart beginnen Lehrkräfte mit monatlichen Bruttogehältern zwischen rund 2.766 und 3.636,40 Euro. Mit Zulagen, steigender Berufserfahrung und zusätzlichen Aufgaben kann das Einkommen im Laufe der Karriere deutlich wachsen.