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"Das war schon immer so" – Fans stehen zu Rammstein 

Am Mittwochabend ging das erste von zwei Rammstein-Konzerten im Ernst-Happel-Stadion über die Bühne. "Heute" war mit dabei.

Julia Sperlich

Der Andrang war trotz schwerwiegender Vorwürfe gegen Sänger Till Lindemann enorm. Vor dem Konzert fand auch eine Gegendemo der Organisation "#aufstehn" statt, bei der sich rund 1.800 Personen versammelten. "Heute" war vor Ort und sprach mit Fans und Demonstranten.

Organisation forderte Absage

Die 25-jährige Demonstrantin Helene ist fassungslos, dass so viele Menschen das Konzert besuchen: "Es liegen genügend Anschuldigungen bezüglich Vergewaltigungen gegen Till Lindemann vor. Ich finde es eine Frechheit, dass er trotzdem Stadien befüllt und auch noch After-Shows-Partys besuchen kann." Dem stimmt auch Iola zu: "Wir demonstrieren hier und wollen ein Zeichen gegen systematisierte Gewalt an Frauen setzen. Das Konzert hätte nie stattfinden dürfen".  

"Kill Till - ist das in Ordnung?" 

Als die Demo startete, brannten die Sicherungen bei einigen Hardcore-Fans so richtig durch. Es folgten hitzige Wortgefechte und Stinkefinger. Der 58-jährige Fan Willi ist entsetzt über Plakate wie: "Kill Till". Er meint: "Solange nichts bewiesen ist, sind diese Demonstrationen nicht okay. "Kill Till" - ist das in Ordnung?".

Ähnlich sieht das auch der 46-jährige Ingmar: "Diese Demo löst bei mir Frust und Enttäuschung aus. Wir sind in einem Rechtsstaat und es gilt die Unschuldsvermutung. Wäre ich Till Lindemann, würde mich das sehr betroffen machen". 

"Man weiß wie diese Festivals ablaufen"

Fan Rudi findet die Tumulte Rund um die Rammstein Vorwürfe überspitzt: "Sowas hat es schon immer gegeben. Und wenn man mit aufs Zimmer geht und sich ein Autogramm holt, muss man ja einen Hintergedanken haben. Warum reden die Opfer außerdem so spät? Die sollen doch gleich dazu stehen!". 

Harte Worte findet auch die 38-jährige Silvia: "Wir gehen doch alle auf genügend Festivals und wissen wie es dort abläuft. Wenn sich die Mädls außerdem erst so spät melden, geht es denen sicherlich nur um Mediengeilheit". 

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    "Rammstein gehts scheissn" heißt es auf einem Plakat.
    "Rammstein gehts scheissn" heißt es auf einem Plakat.
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