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Demo belagert Stadion, Rammstein-Fans schauen weg

Am Mittwochabend versammeln sich Demonstranten vor dem Ernst-Happel-Stadion. Grund dafür ist das erste von zwei Rammstein-Konzerten in Wien.

Stefan Pscheider
Neben Rammstein-Fans versammeln sich am Mittwochabend auch einige Demonstranten vor dem Stadion.
Neben Rammstein-Fans versammeln sich am Mittwochabend auch einige Demonstranten vor dem Stadion.
"Heute"

Während am Mittwochabend Tausende Rammstein-Fans im Ernst-Happel-Stadion zusammenkommen um bei ihren Lieblingsliedern der Band mitzuträllern, findet außerhalb der Arena eine Demonstration gegen die Veranstaltung statt. 

Kurz vor 18.00 Uhr versammelten sich bereits einige Demonstranten vor dem Ernst-Happel-Stadion. Grund dafür sind die seit mehreren Wochen im Raum stehenden Vorwürfe gegen Till Lindemann, Frauen zu Afterpartys eingeladen zu haben und diese in weiterer Folge sexuell missbraucht zu haben.

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    "Rammstein gehts scheissn" heißt es auf einem Plakat.
    "Rammstein gehts scheissn" heißt es auf einem Plakat.
    Leserreporter

    Organisation fordert Absage

    Mithilfe einer Online-Petition sammelten Demonstranten im Vorfeld unsgesamt 17.685 Unterschriften um das Konzert zu verhindern: "Wien darf mutmaßlichen Tätern keine Bühne bieten! Die Veranstalter müssen die Konzerte von Rammstein im Wiener Ernst-Happel-Stadion am 26. und 27. Juli 2023 absagen, bis alle Missbrauchsvorwürfe geklärt sind", heißt es auf der Petitions-Plattform #aufstehn. Nichtsdestotrotz finden die Konzerte aber doch statt. Das macht die Protestler wütend.

    Auch ihre Demo-Schilder fällen ein knallhartes Urteil über den Rockmusiker. Sprüche wie "Till Lindemann, lass deine Hose an du Arsch!" oder "Keine Bühne für Täter" zeigen nur einen Bruchteil der Wut, die die teilnehmenden Demonstranten mit sich tragen. 

    "Wir müssen das ignorieren"

    "Heute" ist vor Ort aber auch auf einige Fans gestoßen. Einer der Konzertbesucher zieht bezüglich der Situation im und um das Ernst-Happel-Stadion ein Fazit: "Klar sind die Anschuldigungen enorm, aber in dem Fall müssen wir sie ignorieren, denn die Kunstfigur und seine Musik muss von der Privatperson getrennt werden". 

    Ein weiterer Fan (58) zu "Heute": „Die Mädels waren alt genug und müssen wissen, auf was sie sich bei den Afterpartys einlassen“. Auch Denise (27) bleibt ihrer Lieblingsband treu: "Man ist ja nicht auf einem Taylor Swift Konzert sondern auf einem Rammstein Konzert und weiß, wie der Lindemann ist. Man sieht aus 40 Metern Entfernung, dass er ein Psychopath ist - aber ich bin trotzdem Fan“

    Die Demonstranten sehen das mit Sicherheit anders. Für sie ist klar: Das Konzert dürfte an beiden Tagen einfach nicht stattfinden.

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