Delta-Alarm: Faßmann sagt, was nun auf Schüler zukommt

In der "ZiB2" sagte Faßmann, wie es ab Herbst in den Schulen weitergehen wird.
In der "ZiB2" sagte Faßmann, wie es ab Herbst in den Schulen weitergehen wird.Screenshot ORF
Die Corona-Zahlen steigen wieder an. Die Sommerferien sind fast zur Hälfte vorbei. Nun sagt Faßmann, wie es ab Herbst in den Schulen weitergehen wird. 

Täglich werden die Österreicher in dem Nachrichtenjournal des ORF, "Zeit im Bild", über aktuelle Geschehnisse informiert. So auch am Donnerstagabend. Ein weiteres Mal ging es dabei unter anderem um die Corona-Pandemie. Der Fokus lag diesmal auf den Schulen. 

Große Sorgen bereitet zur Zeit die Delta-Variante des Coronavirus und der darauf zurückzuführende Anstieg der Neuinfektionen. Zuletzt vermeldeten die Behörden über 450 neue Fälle binnen 24 Stunden. In der Kalenderwoche 28 (12. bis 18. Juli) entfielen bereits rund 93 Prozent der sequenzierten Mutationen auf die Delta-Variante.

Wie geht es in Schulen weiter?

Die Sommerferien sind fast zur Hälfte vorbei. Wie soll es nun angesichts der derzeitigen Entwicklung im Herbst mit den Schulen weitergehen? Auf diese Frage ging Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) in der "ZiB2" mit Margit Laufer ein.  

Zunächst erklärte der Minister, dass derzeit an einem Konzept für den Schulbeginn im Herbst gearbeitet werde, der "Plan liegt auf dem Tisch". Anfang August soll jener dann präsentiert werden. Das Konzept umfasst dabei verschiedene Elemente, wie etwa das Impfen, Testen, evtl. Maskentragen, aber auch den Einsatz von Luftfiltern. Zudem sollen Monitoring und ein Frühwarnsystem ähnlich dramatische Maßnahmen wie im vergangenem Schuljahr (Homeschooling) verhindern. 

 Er in den kommenden Wochen werde sich zeigen, ob man bzw. wie streng man nachschärfen muss. Konkret ist aber folgendes angedacht.

Sicherheitsphase

In den ersten 14 Tagen des Schulbetriebs kommen auf die Schüler regelmäßige Tests zu. Diese zwei Wochen seien eine "Sicherheitsphase". Dabei sollen in diesem Zeitraum drei Mal pro Woche Tests durchgeführt werden.

"Ich möchte gerne einen sicheren Schulstart haben. Dazu dienen die zwei Wochen testen."

Zur Anwendung soll eine "Kombination aus Antigen- und PCR-Tests" kommen.

Nicht Getestete vom Unterricht ausgeschlossen?

Auf die Frage hin, ob jenen Schülern, die sich nicht testen lassen wollen, der Präsenzunterricht verweigert werde, hieß es: Solang das Infektionsgeschehen niedrig sei, könne es durchaus vorkommen, dass auch ungetestete Schüler in der Klasse sitzen.

➤ ABER: "Wenn die Infektionssituation hoch ist, dann kann das nicht akzeptiert werden." Heißt also, dass Schüler, die einen Test verweigern, durchaus vom Präsenzunterricht ausgeschlossen werden könnten – je nach Infektionsgeschehen. Auch die Lehrer werden sich testen lassen, erläuterte der Minister. 

Lokale Schulschließungen

Weiters schilderte Faßmann, dass das Testen zwar eine "ganz wichtige Sache" sei. Doch ein noch wichtigeres Mittel sei das Monitoring und Frühwarnsystem. Hierdurch würde man sich schon frühzeitig einen Überblick über das Infektionsgeschehen verschaffen und entsprechend darauf reagieren können.

Dadurch würden dramatische Szenarien wie vergangenes Jahr – Schulschließungen etwa – vermieden werden können. Auch an einen Schichtbetrieb wolle der Minister nicht mehr denken:

"Den Schichtbetrieb möchte ich gar nicht in Erwägung ziehen."

Was aber durchaus möglich bzw. sogar notwendig sein werde, seien lokale Schulschließungen. Hier betonte Faßmann aber, dass solche Maßnahmen "aber auf lokaler Ebene" bleiben würden. Abschließend betonte er, dass er die Schule möglichst lang offen halten wolle.

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