1.500 Delfine in Bucht gelockt und getötet

1.428 Weißseitendelfine fanden beim sogenannten "Grind" ihren Tod.
1.428 Weißseitendelfine fanden beim sogenannten "Grind" ihren Tod.Valentina Crast / Action Press / picturedesk.com
Am 12. September war es wieder soweit und das Meer färbte sich im Skala Fjord dunkelrot. 1.428 Weißseitendelfine wurden traditionell abgeschlachtet.

Viele bereits überholte und nicht mehr notwendige Traditionen wurden bereits art acta gelegt - der sogenannte "Grind" nicht. Jährlich finden tausende Kleinwale bei diesem "Massaker" in Dänemark ihren Tod. Was früher zur essentiellen Nahrungsbeschaffung beitrug, ist heute nur noch ein grausames Spektakel. Am Sonntag, den 12. September war es wieder soweit und der Nordatlantik färbte sich dunkelrot. 1.428 erwachsene Weißseitendelfine und dutzende Jungtiere wurden wieder Opfer eines menschlichen Brauchtums.

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Mit Lanzen und Messern

Dieser eine "Grind" kostete mehr Tieren dieser Delfinart das Leben als die Gesamtzahl in den vergangenen 10 Jahren. Die Kleinwale werden in eine Bucht der Färöer-Inseln getrieben und dort mit Lanzen und Messern getötet. Harpunen und Speere sind verboten, denn der Mann soll im eiskalten Wasser stehen und sich einzeln dem "bösen, bösen" Delfin stellen. Dann ist er ein richtiger "Färinger". Selbst Kinder machen bei diesem Gemetzel manchmal mit. Auch wenn die Verantwortlichen immer beteuern, dass der gesamte Grindwal/Kleinwal/Delfin verwertet würde, sehen das die Tierschützer anders.

“Das Argument der Nahrungssicherheit, das jeweils bei der Jagd auf Grindwale angeführt wird, zählt nicht. Die Jagd ist sinnlos und verursachte gemäß Augenzeugenberichten großes Tierleid. Hier wurde eine Grenze überschritten und eine neue Dimension der Jagd erreicht. Wir hoffen, dass sich auch Färinger von dem Grind distanzieren” so Fabienne McLellan, Leiterin von OceanCare.

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Die dänische Regierung muss endlich handeln

„Es geht hier längst nicht mehr um die Frage der Akzeptanz unterschiedlicher Sichtweisen und Kulturen, hier geht es um eine gezielte, brutale Vernichtung von Delphinschulen“ zeigt sich Nicolas Entrup, Co-Direktor für Internationale Zusammenarbeit bei OceanCare, empört und wendet sich sowohl an die dänische Regierung als auch die Verantwortlichen der zu Dänemark gehörenden autonomen Region der Färöer-Insel:  „Ja, es braucht den Dialog, aber genauso braucht es ein Vorgehen gegen jene Personen, die solch einen sinnlosen Akt zu verantworten haben”.

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