Der ökologische Fußabdruck einer Maus

Oft liegt der Abbau der Rohstoffe für Elektronikartikel in Entwicklungsländern, verbunden mit sehr geringen sozialen und ökologischen Standards.
Oft liegt der Abbau der Rohstoffe für Elektronikartikel in Entwicklungsländern, verbunden mit sehr geringen sozialen und ökologischen Standards.Getty Images
In einem einfachen Produkt wie einer Computermaus stecken mehr als 30 verschiedene Rohstoffe aus mindestens 20 verschiedenen Herkunftsländern.

Wenn wir die sozialen Folgen (Kinderarbeit im Bergbau Afrikas) sowie die Umweltfolgen (Wasserverschmutzung und Entwaldung durch expandierenden Bergbau) in den Griff bekommen wollen, dann "braucht es strengere Regeln und mehr Transparenz für Lieferketten", forderte die entwicklungspolitische NGO "Südwind".

Der Rohstoffabbau für die vielen elektronischen Geräte unseres Alltags ist meist mit großen Problemen in den Abbauländern verbunden. Menschenrechtsverletzungen, bewaffnete Konflikte, gesundheitsschädliche Arbeitsbedingungen und Umweltzerstörung stehen dabei auf der Tagesordnung und erstrecken sich vom Bergbau bis hin zur Entsorgung über die gesamte Lieferkette.

Erschwerend hinzu kommt, dass die Lebensdauer von Elektrogeräten kaum ausgereizt wird. Smartphones werden in Österreich durchschnittlich nur 18 bis 24 Monate genutzt.

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Wiederverwenden und recyceln

Elektrogeräte können bei der Entsorgung giftige Schadstoffe ausstoßen und zur Gefahr für Menschen werden. Die fachgerechte Entsorgung muss daher befolgt werden. Informationen dazu bieten lokale Problemstoffsammelstellen. Möglichkeiten zur Entsorgung gibt es auch über Sammelaktionen, wie beispielsweise über die Ö3-Wundertüte oder die Sammelaktion des Jane-Goodall-Instituts.

Damit es gar nicht erst dazu kommt, dass aufwändig produzierte Geräte frühzeitig weggeworfen werden, forderte "Südwind" von Politik und Unternehmen klare Richtlinien für die Reparierbarkeit. Elektronik-Anbieter müssten demnach dafür sorgen, dass einzelne Komponenten ausgetauscht oder repariert werden können.

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Konsumentinnen und Konsumenten auf der anderen Seite können durch richtige Handhabe und Pflege die Lebensdauer ihrer Geräte entscheidend verlängern. Dazu zählen geschicktes Laden (nie völlig Ent- und Aufladen), das Ausschalten nicht verwendeter Services und das regelmäßige Freimachen von Speicherplatz, damit das Gerät in gewohnter Geschwindigkeit arbeitet. Vor dem Kauf sollten sich Konsumenten zudem fragen, ob der Neukauf wirklich notwendig ist.

Die faire Maus bei Nager IT

Konsumentinnen und Konsumenten können nur eine bewusste Entscheidung für ein nachhaltiges Elektronikprodukt treffen, wenn sie wissen, welche Rohstoffe darin stecken und wie diese abgebaut sowie verarbeitet wurden.

Nager ITbietet faire Computermäuse an.

Manche Probleme lassen sich mithilfe von Tutorials selbst lösen, auch wenn das von den Herstellern nicht vorgesehen ist. iFixit und der Besuch in einem Repaircafé können dabei weiterhelfen! Das Reparaturnetzwerk bietet geeignete Anlaufstellen: www.reparaturnetzwerk.at

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