Beim 6:1-Erfolg der portugiesischen Nationalmannschaft stand Goncalo Ramos überraschend in der Startelf, Superstar Cristiano Ronaldo schmorte zunächst nur auf der Bank. Der 21-Jährige zahlte das Vertrauen mit einer Gala-Vorstellung inklusive Hattrick zurück.
"Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Das ist ein Traum, der in Erfüllung geht. Es geht unglaublich schnell", erklärte der Offensivspieler nach dem Schlusspfiff.
Wird der Shootingstar etwa zur Dauerlösung im Sturmzentrum der Portugiesen? Fakt ist, dass Superstar Ronaldo auch bei den eigenen Fans angezählt ist. Im Vorfeld des Schweiz-Duells sprachen sich gleich 70 Prozent gegen einen Startelf-Einsatz des Superstars aus. Dies geht aus einer Umfrage der größten portugiesischen Sportzeitung "A Bola" hervor.
"Das sind zwei völlig unterschiedliche Spieler", will sich Teamchef Fernando Santos nicht festlegen, wer im Viertfinale gegen Sensationsteam Marokko (Samstag, 16 Uhr) in der Startformation stehen wird.
Ramos durchlief die Jugendabteilungen von Benfica Lissabon, gab beim portugiesischen Spitzenklub auch sein Profidebüt. In der laufenden Meisterschaft kam der junge Stürmer elfmal zum Einsatz, erzielte starke neun Tore und lieferte drei Assists. Längst dürften die Topklubs ihre Fühler nach dem 21-Jährigen ausgestreckt haben, müssten bei einem möglichen Transfer wohl tief in die Tasche greifen. Ramos bei den "Adlern" ein bis 2026 gültiges Arbeitspapier.
Ein wenig überraschend wurde er von Teamchef Santos für die Weltmeisterschaft in Katar nominiert. Erst kurz vor dem Beginn der Endrunde kam er erstmals für die Nationalmannschaft zum Einsatz, hält seither bei vier Einsätzen und ebensovielen Toren.