Derby-Debütant! Austrias Königstransfer Johannes Eggestein ist rechtzeitig vor dem Duell mit Rivale Rapid der Knopf aufgegangen: zwei Tore in den letzten zwei Spielen. Im "Heute"-Talk brennt der Stürmer auf Sonntag: "Es ist eines der hitzigsten und größten Derbys Europas. Ich kenne das auch aus Hamburg. So ein Stadtderby hat enorme Rivalität. Es wird zur Sache gehen."
Der Deutsche kam im Sommer von St. Pauli nach Wien. Jetzt muss er zum ungeschlagenen Leader Rapid. "Wenn man so in die Saison startet, steht man verdient auf dem ersten Platz. Sie haben einfach eine gute Mannschaft. Das wird für uns ein schweres Auswärtsspiel. Sie sind der Favorit", sagt der 27-Jährige, fügt aber an: "Wir sind bereit, im Derby auch zu leiden und bis aufs Letzte zu verteidigen. Deswegen rechne ich mir Chancen aus."
Es ist das letzte von vier Derbys ohne Auswärtsfans. "Gerade in einem Derby können Fans immer einen Unterschied machen. Wir werden trotzdem unseren Job machen." Zuletzt ließ Eggestein selbst mit seinem 2:2 nach dem 0:2 gegen Ried die Fankurve daheim beben: "Wir haben das Stadion wiederbelebt. Die Energie schwappte auf die Tribüne über und umgekehrt. Ich hatte gleich das Gefühl: Wir drehen das jetzt." Die Austria siegte 3:2 – der dritte Erfolg in Serie.
Davor hatte die Austria einen Katastrophen-Start hingelegt, die Stützen Fitz und Malone verloren. Sportvorstand Jürgen Werner, der Eggestein einst zum LASK, nun zur Austria gelotst hatte, trat zurück. Trainer Stephan Helm wackelte. Warum läuft es auf einmal besser? "Abgänge standen immer im Raum. Das macht was mit den Spielern – mit Fitzi und Maurice, aber auch mit dem Team. Der zweite Punkt ist, dass wir uns offen und emotional aussprechen. Das ist eine große Stärke von uns."
Rapid-Verteidiger Jannes Horn sagte "Heute", er freue sich auf das Wiedersehen mit dem ehemaligen U21-Teamkollegen. Eggestein grinst: "Wir sind uns immer wieder begegnet. Er ist abgezockt, intelligent. Rapid gewinnt seine Spiele knapp, weil sie staubig spielen – so habe ich auch Jannes in Erinnerung."