Terror in Wien

"Derzeit spricht alles für einen Einzeltäter"

Innenminister Nehammer zieht erste Bilanz des schrecklichen Terroranschlags in der Wiener Innenstadt. Offenbar handelte es sich um einen Einzeltäter.

Jochen Dobnik
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Fassungslosigkeit herrscht nach wie vor in der Wiener Innenstadt
Fassungslosigkeit herrscht nach wie vor in der Wiener Innenstadt
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Der Innenminister gab im Rahmen einer Pressekonferenz bekannt, dass beim Terroranschlag Montagnacht vier Personen getötet und 22 verletzt worden seien. "Es gibt derzeit keinen Hinweis auf einen zweiten Täter", so Nehammer. Ein Weg-Zeit-Diagramm soll jetzt die Einzeltäter-Theorie klären.

Aus Haft vorzeitig entlassen

Beim offenbaren Einzeltäter handelt es sich um einen 20 Jahre alten, österreichisch-nordmazedonischen Doppelstaatsbürger. Er habe als "Mordwerkzeuge" eine verkürzte Kalaschnikow, ein Sturmgewehr, eine Machete und eine Faustfeuerwaffe bei sich getragen. Der Attentäter hatte kurz vor 20 Uhr das Feuer eröffnet und ist dann um 20.09 Uhr vor der Ruprechtskirche von der Polizei erschossen worden.

Laut Nehammer habe der 20-Jährige bereits 2019 versucht, sich dem Islamischen Staat anzuschließen und sei deswegen zu 22 Monaten Haft verurteilt, allerdings vorzeitig entlassen worden. "Es kam zu einer vorzeitigen Entlassung eines Radikalisierten", bedauert der Innenminister. Zwar hätten alle Stellen nach besten Wissen und Gewissen gearbeitet, der Mann habe es aber geschafft, das Deradikalisierungsprogramm auszutricksen. So habe man keine Warnhinweise gesehen.

Nun müsse das System neu evaluiert und gemeinsam mit dem Bundes- und Landesverfassungsschutz optimiert werden, um besser gegen Radikalisierte vorzugehen. 

    So gedachte die Staatsspitze den Terror-Opfern mit einer Kranzniederlegung an einem der Tatorte (3. November 2020).
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