Für das perfekte Urlaubsfoto am Caló des Moro in der Gemeinde Santanyí auf Mallorca nehmen Touristen einiges in Kauf: lange Anreise, einen schweißtreibenden Fußmarsch bei 40 Grad und – je nach Saison – sogar stundenlanges Warten. Mittlerweile gilt die Kult-Bucht als Instagram-Hotspot. In der Hochsaison sollen hier täglich rund 5.000 Menschen auf engstem Raum drängen. Doch damit könnte bald Schluss sein.
Der Zugang zum Traumstrand könnte bald komplett gesperrt werden, berichtet die spanische Zeitung "Diario de Mallorca". Dafür setzt sich die deutsche Familie Oehm ein, der das 40.000 Quadratmeter große Grundstück samt Bucht seit dem Ende des 20. Jahrhunderts gehört. Sie haben einen Antrag eingereicht, um den Zugang mit einem Zaun dichtzumachen - und die Touristen damit auszusperren.
Die Oehms, die das ganze Jahr über in der Gemeinde Santanyí leben, erklären, dass sie schon seit Jahren versuchen, gemeinsam mit den Behörden eine Lösung zu finden – bisher aber ohne Erfolg. Damit der Zaun und die Sperre auch wirklich durchgesetzt werden, haben sie Architekten beauftragt und Pläne ausgearbeitet, die alle Küstenlinien und Versorgungszonen berücksichtigen.
Um den Bau des Zauns zu begründen, hat die Familie ein Gutachten erstellen lassen. Das zeigt deutlich, wie sehr der Massentourismus dem kleinen Strand zusetzt. Denn diese lassen nicht nur jede Menge Müll zurück, und zertrampeln Pflanzen, die Eigentümer mussten auch schon Brände löschen, berichtet das "Diario de Mallorca". Hinweisschilder, die zu mehr Rücksicht auf die Natur auffordern, hätten nichts geholfen.