In Köln sollen ab Herbst 2025 neue Schilder an Spielplätzen montiert werden – und die bisherigen Bezeichnungen könnten verschwinden. Ein Rathauspapier mit dem Titel "Entwicklung eines neuen Informationsschildes für die Kölner Spiel-, Bolz- und Aktionsflächen" legt nahe, dass der Begriff "Spielplatz" nicht mehr zeitgemäß sei, wie unter anderem die "Bild" berichtet. Die Begründung: Der Name schließe Teile der Bevölkerung aus und werde dem heutigen Inklusionsgedanken nicht gerecht.
Stattdessen ist von "Spiel-, Bewegungs- und Aktionsflächen" die Rede – Orte, die nicht nur Kindern, sondern allen Generationen offenstehen sollen. Die neuen Schilder zeigen Piktogramme von spielenden Kindern, Ballspielern und Skatern. Ziel ist es, die Nutzung durch möglichst viele Menschen unterschiedlicher Altersgruppen, Herkunft und Fähigkeiten zu fördern.
Ganz auf das Wort "Spiel" kann jedoch nicht verzichtet werden: Laut Ordnungsamt wäre eine rechtliche Durchsetzung bei Zweckentfremdung sonst kaum möglich. Kritik kommt unter anderem vom NRW-Oppositionsführer Jochen Ott (SPD), der bemängelt, dass viele Spielplätze in Köln schlecht gepflegt seien – und der neue Name wohl kaum das drängendste Problem darstelle.