Einst gefeierter Unternehmer, nun Beschuldigter: Eine Woche lang saß Wanja Oberhof (40) in New York hinter Gittern, nun wurde für ihn Kaution gestellt. Seitens der US-Justiz wird dem Star-Unternehmer vorgeworfen, Millionen eines deutschen Investors veruntreut zu haben.
Bei dem Opfer soll es sich laut der "Bild" um den Ex-Siemens-Chef Klaus Kleinfeld handeln. Laut Anklage soll Oberhof das Geld unter anderem für ein ausschweifendes Luxusleben in der Metropole abgezweigt haben.
Schlussendlich klickten für den Deutschen am Flughafen Newark die Handschellen. Seit dem 21. September befinde er sich nicht mehr im Gefängnis. Er wurde gegen Kaution freigelassen. Laut dem Bericht der "Bild" bürgten sein Schwiegervater und prominenter Anwalt aus Berlin, Hans-Georg Oelmann, sowie ein Unternehmer aus der Deutschen Hauptstadt für ihn.
Sie unterzeichneten eine Bürgschaft in der Höhe von zwei Millionen US-Dollar. Für die Kaution wurde eine Einigung erzielt. Demnach forderte die Bundesstaatsanwaltschaft, dass einer der Bürgen in den USA leben muss. Sein Anwalt konnte erreichen, dass beide Bürgen aus Deutschland kommen dürfen. Dafür wurde der Kautionsbetrag von 100.000 Dollar auf das Zehnfache erhöht.
Oberhof muss sich nun an einige Regeln halten. So darf er sich nur in New York City, Long Island und angrenzenden Counties des Bundesstaats New York aufhalten. Den Reisepass des Deutschen kassierten die Behörden ein. Zudem wird er mittels GPS-Signal geortet.
Eigentlich wollte der Unternehmer mit seiner Frau, Anabel Oelmann, einen Wellness-Konzern aufbauen. Dabei sei es jedoch zu Problemen gekommen. Laut einem Quartalsbericht von Ende September 2023 soll es "erhebliche Zweifel" an der Zukunft der "Healing Company" gegeben haben. Zudem wurden die Gläubiger unruhig. Einer soll über vier Millionen Dollar zurückgefordert haben.