Wenige Tage nach dem Start des Münchner Oktoberfests sorgen heimlich angefertigte Aufnahmen für Aufregung. In sozialen Netzwerken sind tausende Videos aufgetaucht, die Frauen unter ihrem Dirndl zeigen – das berichtet die "Süddeutsche Zeitung".
Viele der Aufnahmen entstanden bei der Wiesn-Attraktion "Teufelsrad". Dabei wurden gezielt Frauen gefilmt, deren Kleid während der Fahrt hochrutschte. Die Videos landeten anschließend im Netz.
Benjamin Shultz, externer Doktorand an der Hochschule Neu-Ulm, war an der Entdeckung der Aufnahmen beteiligt. Allein auf Plattformen von Meta fand er mehr als 32.000 derartige Videos.
Auch auf Youtube und TikTok sollen tausende weitere Aufnahmen veröffentlicht worden sein. Einige der Accounts erreichten mehr als 100.000 Abonnenten und waren monetarisiert. Zudem wurde für kostenpflichtige Abos geworben, heißt es in dem Bericht.
Die betreffenden Accounts sollen in Asien und den USA angesiedelt sein. Wer sie betreibt und woher die veröffentlichten Aufnahmen stammen, ist unklar.
Nachdem Meta, Youtube und TikTok mit den Funden konfrontiert worden waren, wurden die meisten entdeckten Accounts gelöscht. Einige bereits gemeldete Konten sind allerdings weiterhin verfügbar.
In Deutschland sind solche Aufnahmen und deren Verbreitung strafbar. Dafür drohen Geldstrafen oder eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren.
Auch in Österreich ist es verboten, den Intimbereich einer Person ohne deren Einwilligung heimlich zu filmen oder zu fotografieren.